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α-Amylase

Die  α-Amylase ist ein Verdauungsenzym für Kohlenhydrate, das in Pankreas und Speicheldrüsen synthetisiert wird. Der meiste Teil wird exogen sezerniert und nur ein kleiner Anteil gelangt ins Blut. Die α-Amylase wird zur Diagnose der akuten und chronischen Pankreatitis, Verlaufskontrolle nach ERCP und bei Parotitis bestimmt.

Die Normwerte der α-Amylase sind je nach Methode stark unterschiedlich und liegen bei chromogenen Methoden bei bis zu 120 U/l, bei maltogenen Methoden bis etwa 21 U/l. Je nach Labor und Methode können diese jedoch stark variieren.

Vermindert sein kann die α-Amylase bei Adipösen oder bei genetischen Anomalien.

Erhöht sein kann die α-Amylase bei akuter Pankreatitis (Anstieg im Serum nach 3 – 6h nach Beginn der Symptomatik), Pankreasgangverschluss, Begleitpankreatitis bei abdominellen Erkrankungen, nach ERCP, bei Parotitis (Anstieg bis auf das 2 – 3fache der Norm), Niereninsuffizienz, malignen Tumoren wie Bronchial-, Kolon-, Ovarial-, Schilddrüsen-, Prostatakarzinom, akuter Alkoholintoxikation, Lebererkrankungen wie Leberzirrhose und Virushepatitis, diabetischer Ketoazidose und Opiattherapie oder –abusus.