Das med2click-Lexikon

Gamma-Glutamyltransferase

Die Gamma-Glutamyltransferase (γ-GT) ist ein Enzym, das vor allem in Leber, intrahepatischen Gallengängen, Nieren, Pankreas, Milz und Dünndarm vorkommt. Die γ-GT wird zur Diagnose und Verlaufsbeurteilung von Leber- und Gallenwegserkrankungen bestimmt.

Sie besitzt die höchste Sensitivität für Cholestase.

Die Normwerte der γ-GT liegen bei Männern bei < 28 U/l, bei Frauen bei < 18 U/l (laborabhängig evtl. leicht unterschiedliche Normwerte).

Die γ-GT kann erhöht sein bei folgenden Erkrankungen: Akute Virushepatitis (bis ca. 100 U/l), chronische Virushepatitis (γ-GT etwa in Höhe von GPT und GOT), Autoimmunhepatitis, Leberzirrhose (alkoholbedingt bis 400 U/l), Fettleber, Leberabszess, Leberstauung, Lebertumoren, Lebermetastasen, Cholestase, Pankreatitis, Pankreastumoren, evtl. bei hormoneller Kontrazeption, Medikamenten (Thyreostatika, Thiazide, Zytostatika, Antikonvulsiva, Tuberkulostatika, Antirheumatika u.a.).