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Glutamat-Pyruvat-Transaminase

Die Glutamat-Pyruvat-Transaminase (GPT) ist ein Enzym, das vorwiegend in der Leber im Zytoplasma vorkommt. Synonym wird der Begriff Alanintransaminase (ALT) gebraucht.

Die Normwerte liegen bei Erwachsenen bei ≤ 23 U/l (Männer) bzw. ≤ 18 U/l (Frauen).

Die GPT gehört wie die GOT zu den Transaminasen und wird zusammen mit der GOT bei Lebererkrankungen bestimmt. bei Werten < 1 auf eine virale Hepatitis bzw. eher leichtere Leberschäden entzündlicher Art.

GOT und GPT können bei folgenden Erkrankungen erhöht sein, wobei die GPT (ALT) typischerweise höher ist als die GOT (AST): bei akuter und chronischer Virushepatitis, Begleithepatitis (z.B. bei Mononukleose), Autoimmunhepatitis, Leberabszess, Primär biliäre Cholangitis, Primär sklerosierende Cholangitis, alkoholischer Fettleber, Fettleberhepatitis, toxischen Lebererkrankungen, drogenbedingtem Ikterus, Leberzirrhose, intra- und extrahepatischer Cholestase, Leberstauung, Leberzellkarzinom, Lebermetastasen und Leberaffektionen in der Schwangerschaft (Cholestase, Eklampsie, HELLP-Syndrom, Hyperemesis gravidarum).

Bei folgenden Erkrankungen ist die GOT (AST) typischerweise höher als die GPT (ALT): Herzmuskelerkrankungen (z.B. Myokarditis, Myokardinfarkt) und Skelettmuskelerkrankungen (z.B. Myositis, Trauma, Rhabdomyolyse, Muskeldystrophie, starker körperlicher Anstrengung etc.). Auch bei der malignen Hyperthermie, bei Hypothyreose und Lungenembolie können GPT und/oder GOT erhöht sein (bei der Lungenembolie v.a. die GOT).

Aus GOT und GPT kann der GOT/GPT- bzw. De Ritis-Quotient bestimmt werden:

Bei Werten >1 (besonders >2) weist dieser auf eine Alkoholhepatitis bzw. einen schwerwiegenden Leberschaden hin (GOT höher),