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Alkalische Phosphatase

Die Alkalisch Phophatase ist ein Enzym, das zu etwa gleichen Anteilen in der Leber und im Skelettsystem gebildet wird.

Normwerte liegen bei Erwachsenen bei 60 – 170 U/l, bei Jugendlichen (15 – 17 Jahre) bei < 400 U/l und bei Kindern < 15 Jahren bei < 300 U/l (laborabhängig evtl. leicht unterschiedliche Normwerte).

Bestimmt wird die Alkalische Phosphatase bei V.a. Gallenwegserkrankungen bei Verschlussikterus sowie bei Knochenerkrankungen.

Erniedrigt kann die Alkalische Phosphatase sein bei Hypothyreose, Morbus Wilson, Proteinmangel (durch Leberzirrhose, Nephrotisches Syndrom, exsudative Enteropathie), Magnesiummangel, Vitamin-C-Mangel, schwerer Anämie und hereditärer infantiler AP-Defizienz.

Erhöht kann die Alkalische Phosphatase sein bei verschiedenen Leber- und Gallenwegserkrankungen (z.B. Verschlussikterus, biliäre Zirrhose, primäres Leberzellkarzinom), Knochenerkrankungen (Morbus Paget, Osteomalazie, renale Osteodystrophie, Knochentumoren, Knochenmetastasen, Knochenfrakturen), im letzten Trimenon der Schwangerschaft (durch das AP aus der Plazenta), bei Hyperthyreose, Diabetes mellitus, medikamentös bedingt (Antikonvulsiva). Leicht erhöht kann die AP sein bei Akromegalie und Wachstumshormontherapie.