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Albumin

Album ist ein Protein, das in der Leber gebildet wird und 2 verschiedene Funktionen erfüllt: die Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Drucks (89% durch Albumin) und den Transport im Blut von Substanzen wie Fettsäuren, Bilirubin, Hormone und Medikamente.

Normwerte für Erwachsene sind: im Serum 35 – 50 g/l, im Urin bis 20 mg/l und im Liquor: 110 – 350 mg/l (laborabhängig evtl. leicht unterschiedliche Normwerte).

Zu hohe Werte können beim Albumin nicht vorliegen.

Erniedrigt kann das Albumin sein bei: Synthesestörungen durch Lebererkrankungen (v.a. Leberzirrhose) oder Proteinmangelernährung (bei Anorexia nervosa, Hunger, längerer aminosäurefreier Infusionstherapie), Malassimilationssyndrom (z.B. bei Sprue oder Mukoviszidose), Verlust nach innen bei Ödemen oder Aszites, Verlust nach außen durch Verbrennungen, nässende Ekzeme oder bullöse Dermatosen, exsudative Enteropathie (z.B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Polyposis), Nephrotisches Syndrom, bei Akute-Phase-Reaktionen , chronischer Hämodialyse, beim Plasmozytom oder bei Sepsis, Schock oder „capillary leaks“. Selten gibt es auch die Differentialdiagnose einer Analbuminämie.