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Extrasystolen

Als Extrasystolen bezeichnet man das sogenannte „Herzstolpern“, eingeteilt in supraventrikuläre Extrasystolen (SVES) mit Entstehung oberhalb des Ventrikels und ventrikuläre Extrasystolen (VES) mit Entstehung im Ventrikel.

Bei SVES zeigt sich im EKG ein normal breiter, nicht deformierter QRS-Komplex. Sie kommen häufig bei Gesunden vor durch Aufregung, Übermüdung oder Alkohol-, Kaffee- oder Teegenuss. VES werden eingeteilt in Rechtsventrikuläre Extrasystolen, Linksventrikuläre Extrasystolen und Bündelstamm-Extrasystolen.

Die ersten beiden Arten von Extrasystolen zeigen eine QRS-Verbreiterung > 0,11 Sekunden, letztere nicht, jedoch stören sie den normalen Sinusrhythmus nicht und es entsteht eine kompensatorische Pause. VES kommen ebenfalls bei Gesunden vor, aber auch bei verschiedensten Herzerkrankungen wie KHK, Z.n. Herzinfarkt, Myokarditis, Kardiomyopathien und bei Kaliummangel, Medikamenten und Hyperthyreose.