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Folsäureantagonisten

Folsäureantagonisten wirken bakteriostatisch über die Hemmung der bakteriellen Dihydropteroinsäuresynthetase (Sulfonamide) und Dihydrofolsäurereduktase (Trimethoprim). Beide Enzyme sind zur Synthese von Tetrahydrofolsäure in Bakterien notwendig. Im Gegensatz zu Mehrzellern ist ihnen die Aufnahme von aussen nicht möglich.

Wegen ausgeprägter Resistenzen ist praktisch nur noch der kombinierte Wirkstoff Cotrimoxazol in Gebrauch. Die Indikationen sind:

Folsäureantagonisten können folgende Nebenwirkungen hervorrufen:

  • gastrointestinale Beschwerden, 
  • Überempfindlichkeitsreaktionen, 
  • Übelkeit und 
  • Exantheme. 

Schwere Komplikationen, besonders bei hoher Dosierung sind:

Kontraindikationen sind:

  • schwere Leber - und Nierenschäden, 
  • allergische Diathesen, 
  • Frühgeburtlichkeit, 
  • Schwangerschaft  und die Anwendung bei Neugeborenen.

Wirkstoffe und Präparate

  • Cotrimoxazol (z.B. Cotrim K-ratiopharm®, Linaris®, Cotrim-Diolan®, Cotrim 960 - 1 A Pharma®,Cotrim-CT®, Kepinol®, Eusaprim® K, Cotrimoxazol AL®)
  • Trimethoprim (Infectotrimet®)
  • Sulfadiazim (Sulfadiazin-Heyell®)
  • Primethamin (Daraprim®)