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Fluorchinolone

Fluorchinolone gehören zu den bakteriziden, konzentrationsabhängig wirksamen Antibiotika. Wegen ihres Angriffspunktes (Topoisomerase II oder Gyrase) in Bakterien werden sie synonym "Gyrasehemmer" genannt.

Sie sind besonders gegen gramnegative Bakterien inklusive Pseudomonas und Salmonellen, aber auch Mykoplasmen, Chlamydien und Legionellen und einige grampositive Keime wirksam.

Resistenzbildung und Nebenwirkungen machen Chinolon Antibiotika meist zu "second-line Therapeutika".

So z.B. bei Zystitis, komplizierten Harnwegsinfekten und Pneumonien mit selteneren Erregern wie Mykoplasmen-lnfektion oder Legionellose. Sie sind ausserdem gute Alternativen, wenn eine parenterale Antibiotikagabe unmöglich ist.

Häufigste Nebenwirkungen der Fluochinolone sind Mammakarzinom und Schwangerschaft und Erbrechen seltener kommt es zu allergischen Reaktionen, psychischen Symptomen wie Verwirrtheit und Depression, Myalgien, Tachykardien, Hyperglykämien und anderen.

Die Fluorchinolone werden über die CYP1A2 metabolisiert und sollten nicht mit anderen Medikamenten mit dem selben Abbauweg eingenommen werden (z.B.Theophyllin, Clozapin). Patienten sollten sich nach Einnahme nicht übermässiger Sonnenstrahlung aussetzen, eine Myasthenia gravis oder Krankheiten mit Krampfneigung sind Kontraindikationen für die Einnahme.

Wirkstoffe und Präparate: