Das med2click-Lexikon

Kohlenstoffdioxid-Partialdruck

Das pCO2 beschreibt den Kohlenstoffdioxid-Partialdruck; der im arteriellen Blut bei ca. 35 – 45 mmHg liegt, bei Frauen etwas (ca. 3 mmHg) niedriger.

Im venösen Blut liegt der pCO2 bei ca. 35 – 50 mmHg (laborabhängig ggf. abweichende Normwerte).

Besonders akut entstandene pCO2-Veränderungen können schon bei Abweichungen < 25 mmHg bzw. > 60 mmHg lebensbedrohlich sein. Bei chronischen Veränderungen des pCO2 können dagegen Werte bis über 80 mmHg toleriert werden.

Der pCO2 wird wie der pO2 bestimmt bei Ventilationsstörungen, Lungenparenchymerkrankungen, Störungen der Lungenperfusion, Niereninsuffizienz, Intoxikationen, Kreislaufinsuffizienz, Störungen des Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushaltes und zur Überwachung bei künstlicher Beatmung.

Der pCO2 kann erniedrigt sein bei metabolischer Azidose (Ketoazidose, Laktatazidose, Bikarbonatverlust, renaler Retentionsazidose) und bei respiratorischer Alkalose (beiHyperventilation, ZNS-Erkrankungen, Hyperthyreose, Fieber, septischem Schock, Lungenfibrose, Pneumonie, Atelektase, Lungenödem, ARDS).

Erhöhte pCO2-Werte können vorliegen bei Metabolischer Alkalose (durch Erbrechen, Hyperaldosteronismus, Diuretika- und Laxantienabusus, M. Cushing, Glukokortikoidtherapie, bei ausgeprägtem Kaliummangel, bei Magendrainage,), respiratorischer Azidose (bei Lungenemphysem, ausgeprägter Lungenfibrose und Pneumonie, schwerem Lungenödem, schwerem ARDS, ZNS-Erkrankungen, neuronalen, muskulären und neuromuskulären Erkrankungen).