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Sauerstoffpartialdruck

Beim Gesunden gleicht sich der Sauerstoffpartialdruck in den Lungenkapillaren dem pO2 der Atemluft an, d.h. er steigt von ca. 40 mmHg im venösen Blut auf 100 – 104 mmHg an. Durch minderbelüftete Areale und arteriovenöse Verbindungen liegt der pO2 schließlich bei 80 – 100 mmHg im arteriellen Blut.

Der pO2 wird wie der pCO2 bestimmt bei Ventilationsstörungen, Lungenparenchymerkrankungen, Störungen der Lungenperfusion, Niereninsuffizienz, Intoxikationen, Kreislaufinsuffizienz, Störungen des Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushaltes und zur Überwachung bei künstlicher Beatmung.

Erniedrigt kann der pO2 sein bei restriktiven Ventilationsstörungen (bei Kompression durch Pleuraerguss, Pneumothorax oder Tumoren), Verteilungsstörungen (bei Pneumonie, Asthma bronchiale, Atelektase, Tumor, Emphysem u.a.), Diffusionsstörungen (Sarkoidose, ARDS), bei COPD, zentraler und neuromuskulärer Atemlähmung und bei vermindertem Luftdruck in der Höhe oder bei Fehleinstellung der künstlichen Beatmung). Bei Luftkontakt der Probe kann es zu falsch hohen pO2-Werten kommen, bei unzureichender Kühlung zu falsch niedrigen Werten.