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Eiweißelektrophorese

Als Eiweißelektrophorese bezeichnet man die Aufsplittung einzelner Eiweißfraktionen mittels Elektrophorese.

Unterschieden wird zwischen

  • Albumin (52 – 65%),
  • α1-Globulinen (2 – 5%),
  • α2-Globulinen (11 – 15%),
  • β-Globulinen (6 – 13%) und
  • γ-Globulinen (10 – 19%).

Die einzelnen Prozentangaben sind laborabhängig und können variieren.

Die Eiweißelektrophorese wird durchgeführt zur Abklärung von erhöhtem oder erniedrigtem Gesamteiweiß, zur Diagnose und Verlaufsbestimmungen von Entzündungen, bei V.a. monoklonale Gammopathie und Antikörpermangel und zur Verlaufskontrolle von Leber- und Nierenerkrankungen.

Albumin ist erniedrigt und α1- und α2-Globuline erhöht bei akuten Entzündungen (Pneumonien, Harnwegsinfekte), bei Verschlussikterus und Malignomen.

Albumin und γ-Globuline sind erniedrigt und α2-Globuline und β-Globuline sind erhöht beim nephrotischem Syndrom. Albumin ist erniedrigt und α2-Globuline und γ-Globuline sind erhöht bei chronischen Entzündungen (z.B. bei rheumatoider Arthritis) und Albumin ist erniedrigt und γ-Globuline sind erhöht bei monoklonalen Gammopathien wie beim M. Waldenström, Plasmozytom und bei Kryoglobulinämie sowie bei polyklonaler Gammopathie bei Lebererkrankungen.