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Prolaktin

Prolaktin ist ein Hormon, das im Hypophysenvorderlappen gebildet wird und während der Schwangerschaft eine Wirkung auf die weibliche Brust und Milchbildung hat.

Normwerte liegen bei Frauen in der Lutealphase bei < 20 ng/ml, ansonsten und bei Männern bei < 15 ng/ml (die Normwerte sind methoden- und laborabhängig, daher sollte der Referenzbereich des Labors beachtet werden.)

Prolaktin wird bestimmt bei Galaktorrhoe, bei Frauen bei Zyklusstörungen, Infertilität, Virilisierung und Mastopathien und bei Männern bei Gynäkomastie, Hypogonadismus, Libido- und Potenzstörungen.

Erhöht sein kann das Prolaktin beim Prolaktionom, gestörtem Dopamintransport bei Hypophysenerkrankungen, zerebralen Krampfanfällen, funktioneller Hyperprolaktinämie, schwerer Niereninsuffizienz, Hypothyreose, stressbedingt und medikamentös bedingt (Neuroleptika, α-Methyldopa, Metoclopramid, Reserpin, hochdosierte Östrogene, Cimetidin).

Erniedrigt sein kann das Prolaktin bei Hypophyseninsuffizienz und bei Überdosierung von Dopaminagonisten bzw. Prolaktinsenkern.

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