Das med2click-Lexikon

Fieber

Fieber bezeichnet eine erhöhte Körpertemperatur bei rektaler Messung > 38,5°C. Temperaturen < 38,5°C werden als subfebril bezeichnet.

Fieber entsteht, wenn exogene Pyrogene (Fieber erzeugende Substanzen) aus Zellen Zytokine wie Interleukin-1 oder Tumor-Nekrose-Faktor freisetzten, die durch die Blut-Hirn-Schranke wandern und in Thermoneuronen des Hypothalamus eine Sollwert-Verstellung bewirken.

Eine Einteilung des Fiebers erfolgt in

  • Fieber-Kontinua (bei Tagesschwankungen2°C) und 
  • septisches Fieber (intermittierendes, hohes Fieber mit oder ohne Schüttelfrost). 

Beim Temperaturanstieg kann es zu Schüttelfrost (unwillkürliches Muskelzittern) oder „Gänsehaut“ durch Vasokonstriktion kommen.

Beim Fieberabfall kommt es dagegen zum Schwitzen durch Vasodilatation. Die Funktion des Fiebers beruht auf immunstimulierenden Effekten und Bakterienreduktion Es kommt zu einer Senkung der Krampfschwelle und evtl. zu einer Verschlechterung einer vorbestehenden kardialen oder pulmonalen Insuffizienz.