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Laktat

Milchsäuresalz; Endprodukt des anaeroben Zellstoffwechsels der Glukose. Laktat wird bestimmt zur Prognose und Verlaufsbeurteilung bei Schock und Azidose, Zur Erkennung von Gewebehypoxien bei normalem pO2, bei Darmischämien, respiratorischer Insuffizienz, Verdacht auf Cyanidvergiftung bei Rauchvergiftung und zur Abklärung metabolischer Azidosen. In der Sportmedizin wir Laktat bestimmt zur Beurteilung von Trainingszustand und Belastbarkeit. Normwerte liegen im arteriellen Blut bei < 16 mg/dl und im venösen Blut bei 4,5 – 20 mg/dl. Bei schwerer körperlicher Anstrengung kann das Laktat auf das 10-fache des Normalwertes ansteigen, normalisiert sich danach aber wieder innerhalb von 1-2 Stunden. Erhöht sein ohne Azidose kann das Laktat bei Muskelanstrengung, hochdosierter Insulintherapie, medikamentöser Therapie mit Katecholaminen und Theophyllin, bei Kokainabusus, postoperativ und bei Hyperventilation. Mit gleichzeitiger Azidose kann das Laktat erhöht sein bei Herz-Kreislaufversagen, Schock, HIV, Malaria, Sepsis, akutem Leberversagen, Leukämien, Lymphomen, diabetischer und alkoholischer Ketoazidose, CO-Vergiftung, Alkoholvergiftung, Methanolvergiftung, Salicylatvergiftung, Acetaminophenvergiftung, Thiaminmangel, Apoplex, medikamentöser Therapie mit Nikotinsäure, Lactulose, Isoniazid und L. acidophilus, bei Darmischämie, abnormaler Darmflora und bei angeborenen Laktatazidosen (Glykogenspeicherkrankheiten, Enzymdefekte im Glukoseabbau, mitochondriale Myopathien).

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