Das med2click-Lexikon

Angiotensin Converting Enzym

Das angiotensin converting enzyme (ACE) ist ein  Glykoprotein, das die Umwandlung von Angiotensin I in Angiotensin II vermittelt und den Vasodilatator Bradykinin inaktiviert.

Dadurch nimmt ACE eine wesentliche Rolle bei der Blutdruckregulation ein und wirkt blutdrucksteigernd.

Das ACE wird bestimmt zur Diagnose und Therapiekontrolle der Sarkoidose und zur Spiegelkontrolle bei Einnahme von ACE-Hemmern.

Erhöhte Werte können vorkommen bei Sarkoidose (40 – 80% haben erhöhte Werte; daher kein First-line-Parameter), Morbus Gaucher, Silikose, Asbestose, Lungenembolie, Leberzirrhose, Hyperthyreose, Essentielle Hypertonie, Hodgkin-Lymphom und Miliar-Tuberkulose.

Erniedrigte Werte verursachen Hyperprolaktinämie mit Tumorbildung, Bronchialkarzinom, Chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD), Lungenfibrose, Lungentuberkulose, Asthma bronchiale, Herzinsuffizienz, Angiosarkom der Leber und Therapie mit ACE-Hemmern oder Glukokortikoiden. Der Krankheitswert niedriger ACE-Werte ist jedoch noch nicht hinreichend erforscht.