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Corticotropin

Erhöhte Werte von Corticotropin (ACTH) können vorliegen bei Morbus Addison, zentralem Cushing-Syndrom, Stress, kongenitaler adrenaler Hyperplasie, beim Nelson-Syndrom, in der Schwangerschaft und bei ektoper ACTH-Produktion, z.B. beim kleinzelligen Bronchialkarzinom. Erniedrigte Werte können vorliegen bei Überfunktion der Nebenniere, bei Nebennierentumoren, NNR-Unterfunktion, Glukokortikoidtherapie und beim Hypopituitarismus.

Aus dem Hypophysenvorderlappen freigesetztes Hormon, das Wirkung auf die Nebenniere hat und diese zu Wachstum und Freisetzung von Glukokortikoiden anregt. Morgens ist der ACTH-Spiegel am höchsten.

ACTH wird bestimmt bei Nebenniereninsuffizienz oder zur Differenzialdiagnose eines Hyperkortisolismus.

Die Normwerte von ACTH sind tageszeit- und methodenabhängig, so dass die Referenzwerte des Labors beachtet werden sollten.