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Erythropoetin

Erythropoetin (EPO) ist ein Glykoprotein, das in den interstitiellen, peritubulären Nierenzellen gebildet wird und die Erythrozytenbildung durch Stimulierung der Erythrozytenvorläuferzellen sowie die Hämoglobinsynthese anregt.

Bei Hypoxie wird Erythropoetin freigesetzt. Es wird bestimmt zur Differentialdiagnose von Anämien und bei Polyglobulie sowie als Tumormarker bei paraneoplastischer Erythropoetinbildung und in der Sportmedizin zur Doping-Kontrolle.

Normwerte liegen bei 6 – 25 U/l

(laborabhängig ggf. abweichende Normwerte).

Eine Erniedrigung des Erythropoetin kann vorkommen bei Polycythaemia vera und chronischer Niereninsuffizienz.

Eine Erythropoetin-Erhöhung kann vorkommen bei Hypoxie, paraneoplastisch, bei mit EPO gedopten Sportler und physiologisch im 2. und 3. Trimenon der Schwangerschaft. Erythropoetin unterliegt zirkadianen Schwankungen mit einem morgendlichen Minimum und einem Maximum gegen Mitternacht.