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Schilling-Test

Als Schilling-Test bezeichnet man einen Vitamin B12-Resorptionstest zur Ursachenklärung bei Vitamin B12-Mangel.

Der Schilling-Test kann, je nach Verdachtsdiagnose, in 3 Stufen durchgeführt werden: ohne und mit Intrinsic Factor-Zusatz und nach Metronidazol-Therapie.

Anschließend wird ein 57Co-markiertes Vitamin B12-Präparat gebunden an Intrinsic Factor oral und ein 58Co-markiertes Vitamin B12-Präparat in freier Form sowie unmarkiertes Vitamin B12 i.m. verabreicht.

In Folge wird der 24h-Urin gesammelt und die Aktivitäten der beiden Isotope 57Co und 58Co gemessen.

Bei Gesunden werden > 9% beider Isotope ausgeschieden. Bei Fehlen des Intrinsic Factors wird das freie, 58Co-markierte Vitamin B12 vermindert ausgeschieden, d.h. < 5%, das gebundene 57Co-markierte Vitamin B12 dagegen normal.

Bei Malabsorption im terminalen Ileum werden beide Isotope vermindert ausgeschieden. Bei Niereninsuffizienz und Nahrungsaufnahme einige Stunden vor und nach Testbeginn kann das Resultat falsch-niedrig ausfallen, bei bakterieller Fehlbesiedelung des Darmes dagegen falsch-positiv (daher vorher Metronidazol-Gabe in Erwägung ziehen).

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