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Transferrinsättigung

Der Quotient aus Eisen- und Transferrinkonzentration im Blut in %:

Normalwerte der Transferinsättigung betragen 15 – 50% bei Frauen, 20 – 55% bei Männern und 7 – 46% bei Kindern (Normwerte sind laborabhängig und können abweichen).

Bestimmt wird die Transferrinsättigung zur Diagnosestellung und Verlaufskontrolle der Eisenüberladung und bei V.a Mangel an Funktionseisen.

Erniedrigt kann die Transferrinsättigung sein bei Eisenmangelanämie, Anämie bei chronischen Erkrankungen, renaler Anämie und Eisenverteilungsstörungen ohne Eisenmangel (bei Infektionskrankheiten, Tumoren, Leberfunktionsstörungen, Urämie).

Erhöht kann die Transferrinsättigung sein bei Eisenüberladung bei Hereditäre Hämochromatose, symptomatischer Hämochromatose (bei sideroblastischer Anämie, megaloblastärer Anämie, medikamenteninduzierter Anämie, Hepatitis, ineffektiver Erythropoese, Porphyrie oder Bleiintoxikation).