Das med2click-Lexikon

Gesamteiweiß

Das Gesamteiweiß wird bestimmt zur Differenzialdiagnose von Ödemen, bei akuten Lebererkrankungen und Leberzirrhose, chronischen Nierenerkrankungen wie nephrotischem Syndrom, Malignomen, Blutungen, Verbrennungen, Schock und bei Intensivpatienten.

Normwerte liegen zwischen 65 – 85 g/l, im Urin bei ≤ 150 mg/d und im Liquor bei 10 – 60 mg/dl. (laborabhängig evtl. abweichende Referenzwerte).

Erhöht kann das Gesamteiweiß sein bei chronischen Infekten, monoklonalen Gammopathien (Plasmozytom, M. Waldenström) und relativ bei Verminderung des Plasmavolumens bei Diarrhoe, Exsikkose u.a.

Erniedrigt kann das Gesamteiweiß sein bei Albuminverlust oder Albuminsynthesestörung bei Chronisch entzündliche Darmerkrankungen: (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Verbrennungen, häufigen Pleurapunktionen oder Aszitespunktionen, bei nephrotischem Syndrom und anderen Nierenerkrankungen, akuter viraler Hepatitis und bei Pankreasinsuffizienz. Relative Erniedrigungen kommen vor bei Hyperhydratationen bei Infusionstherapien, nach Blutverlusten oder in der Schwangerschaft.