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Glucose

Glucose ist ein Zucker und Kohlenhydrat, das zur Diagnose und Therapie sowie Verlaufskontrolle des Diabetes mellitus und zur Beurteilung des Kohlenhydratstoffwechsels bei anderen Erkrankungen und zur Abklärung einer Hypoglykämie bestimmt wird.

Normalwerte betragen nüchtern < 110 mg/dl, von erhöhten Glucosewerten spricht man von 110 – 126 mg/dl, ein Diabetes mellitus liegt > 126 mg/dl nüchtern oder >200 mg/dl zu irgendeinem Zeitpunkt vor.

Eine Hypoglykämie liegt unter ca. 45 mg/dl vor. Die Glucose im Urin sollte ≤ 15 mg/dl liegen.

Eine Erhöhung der Glucose kann sich finden bei Diabetes mellitus Typ 1 und 2, Coma diabeticum, Gestationsdiabetes, endokrinen Erkrankungen (M. Basedow, Akromegalie, Phäochromozytom, NNR-Überfunktion), Schock, neurologischen Erkrankungen (Meningitis, SHT, Hirntumoren), Inhalationsnarkose, CO-Vergiftung u.a.

Eine Erniedrigung der Glucose kann vorkommen bei zu streng eingestellter Diabetes mellitus-Therapie, großen Tumoren, Leukämien, Polycythaemia vera, Alkoholintoxikation, schweren Leberfunktionsstörungen, nach schwerer körperlicher Arbeit, medikamentös bedingt (Antidiabetika, ACE-Hemmer, Pentamidin, Salicylate, Chinin, Disopyramid) und bei Hypoglycaemia factitia (Selbstinjektion von Insulin).

Bei diagnostischen Unklarheiten sollte ein oraler Glucosetoleranztest (OGTT) durchgeführt werden.