Das med2click-Lexikon

Folsäure

Folsäure ist eine dem Vitamin B-Komplex zugehörige Substanz, die eine entscheidende Rolle im Aminosäurenstoffwechsel und bei der Zellvermehrung spielt.

Bei > 4 μg/l liegt eine ausreichende Folsäure-Konzentration vor, bei < 2 μg/l besteht ein Folsäure-Mangel (laborabhängig abweichende Normwerte möglich). Der Zwischenbereich ist ein Graubereich und nicht genau beurteilbar.

Folsäure wird bestimmt bei makrozytärer Anämie, Alkoholismus, peripherer Neuropathie, Hyperhomozysteinämie, Malabsorptionssyndrom und bei Langzeittherapie mit Folsäureantagonisten oder Antiepileptika.

Erniedrigt kann die Folsäure sein bei makrozytärer Anämie, Folatmalabsorption, Mangelernährung (besonders bei alten Menschen), chronischem Alkoholismus, Rauchern, chronisch entzündlichen Darmkrankheiten, Sprue, Z.n. Dünndarmresektion, vermehrtem Bedarf oder Verlust (chronische Hämolyse, Schwangerschaft, Leukämie, Psoriasis, exfoliative Dermatitis), Medikamenteneinnahme (Methotrexat, Sulfasalazin, Antikonvulsiva, Trimethoprim) und kongenitalen Störungen des Folsäuremetabolismus.