Das med2click-Lexikon

Fibrinogen

Das Fibrinogen (Faktor I) ist ein Proteinkomplex und dient der Blutgerinnung. Fibrinogen wird in Leber und Knochenmark gebildet.

Die Normwerte von Fibrinogen liegen bei 1,5 – 4,0 g/l (laborabhängig evtl. abweichende Normwerte).

Fibrinogen wird bestimmt bei V.a. angeborenen oder erworbenen Fibrinogenmangel, zur Kontrolle fibrinolytischer Therapien, bei V.a. Dysfibrinogenämie bei hämorrhagischer Diathese und bei V.a. Verbrauchskoagulopathie und Hyperfibrinolyse.

Bestehende Entzündungen können die Werte von Fibrinogen erhöhen.

Erniedrigt kann das Fibrinogen sein bei Verbrauchskoagulopathie (bei Schock, Sepsis, Transfusionszwischenfällen), Hyperfibrinolyse (nach großen Operationen, bei Leukosen), nach schweren Blutverlusten, schweren Leberparenchymerkrankungen (bei Vergiftungen u.a.), seltenen Dysfibrinogenämien, Afibrinogenämien oder Hypofibrinogenämien und medikamentös bedingt (nach Fibrinolysetherapie, bei Einnahme von Asparaginase).

Erhöht sein kann das Fibrinogen bei Infektionen (Akute-Phase-Protein), entzündlichen und rheumatischen Erkrankungen, nach Gewebeschäden (nach Trauma, OP, Verbrennungen, Strahlentherapie) und Nekrosen, malignen Tumoren (v.a. bei Bronchialkarzinom und Pankreaskarzinom), Urämie, bei diabetischer Stoffwechselentgleisung, Gallenstau und beim nephrotischem Syndrom.