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Ferritin

Ferritin ist ein Protein, das als Eisenspeicher dient und dessen Konzentration ein Maß für das vorhandene Depoteisen ist.

Normwerte betragen bei Frauen < 60 Jahre 10 – 150 μg/l, bei Frauen > 60 Jahre und Männern 30 – 400 μg/l (laborabhängig evtl. abweichende Normwerte).

Ferritin wird bestimmt bei Diagnostik und Differenzialdiagnostik von Eisenmangelanämie, bei V.a Eisenüberladung, zur Überwachung gefährdeter Personen (Dialysepatienten, Blutspender, evtl. Kleinkinder und Schwangere) und zur Therapiekontrolle bei Eisensubstitutionstherapie.

Erniedrigt kann das Ferritin sein bei Eisenmangel durch Blutverlust, bei Erythropoetintherapie einer renalen Anämie, Hämodialyse, Nahrungseisenmangel, Eisenresorptionsstörungen und in der Schwangerschaft.

Erhöht sein kann das Ferritin bei anderen Anämien ohne Eisenmangel (bei chronischen Erkrankungen, Infektanämie, Tumoranämie, ineffektiver Erythropoese), Hämochromatose, Lebererkrankungen wie Leberzirrhose und Hepatitis, Hyperthyreose, Bleivergiftung, Transfusionstherapie und bei Alkoholismus.