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Creatinkinase

Die Creatininkinase (CK) ist ein Enzym, das sich v.a. im Skelettmuskel, aber auch im Herzmuskel und in der glatten Muskulatur befindet.

Es wird zwischen 3 Isoenzymen unterschieden: MM (Skelettmuskel), MB (Herzmuskel) und BB (ZNS und glatte Muskulatur).

Die CK-MB wird bestimmt bei V.a Herzinfarkt und dessen Verlaufskontrolle, die CK bei V.a. Skelettmuskelerkrankungen.

Die CK kann erhöht sein bei akutem Herzinfarkt, Myokarditis, Skelettmuskelerkrankungen ( Progressive Muskeldystrophie, Glykogenosen, Muskelatrophie Kugelberg-Welander, Polymyositis und Dermatomyositis), nach Muskelverletzungen, bei Myasthenia gravis , Maligne Hyperthermie, nach schwerer Muskelanstrengung und bei Rhabdomyolyse. Zudem kann die CK erhöht sein bei Lungenembolie, bei Mesenterialinfarkt, akuter Pankreatitis und Leberzirrhose, Karzinomen, Hämolyse, myeloproliferativem Syndrom und neurologischen Erkrankungen mit Schädigungen der Blut-Hirn-Schranke (SHT, SAB, Hirntumoren, Meningitis, Enzephalitis, Schlaganfall).

Die CK-MB wird bestimmt bei V.a. akuten Herzinfarkt und ist v.a. bei Herzmuskelerkrankungen erhöht: bei akutem Herzinfarkt, Endokarditis, Myo- und Perikarditis und nach Herzoperationen und anderen Eingriffen am Herzen sowie Defibrillation und Herzmassage.

Beim Herzinfarkt steigt die CK-MB nach 4 – 8 Stunden an, das Maximum liegt nach 16 – 36 Stunden vor. Nach 3 – 7 Tagen sollte die CK-MB wieder im Normbereich liegen. Bei einem Anteil von >6% an der Gesamt-CK-Aktivität liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein akuter Herzinfarkt vor.