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Bilirubin

Bilirubin ist ein Abbauprodukt des Hämoglobins und wird eingeteilt in: indirektes/unkonjugiertes Bilirubin, direktes/konjugiertes Bilirubin und Gesamtbilirubin (direktes und indirektes). Bei Erwachsenen sollte das Gesamtbilirubin < 1,0 mg/dl, das indirekte Bilirubin < 0,7 mg/dl und das direkte Bilirubin < 0,3 mg/dl betragen, bei Neugeborenen sollte das Gesamtbilirubin < 13 mg/dl betragen (laborabhängig evtl. leicht unterschiedliche Normwerte).

Das indirekte Bilirubin kann z.B.: erhöht sein bei hämolytischen Anämien , Morbus haemolyticus neonatorum, Icterus neonatorum und beim Gilbert-Meulengracht.

Das direkte Bilirubin kann erhöht sein bei akuten Virushepatitiden, alkoholischen Fettlebererkrankungen, Leberzirrhose, Lebertumoren, Leberabszessen, intra- und extrahepatischer Cholestase und dem Dubin-Johnson-Syndrom.

Differenzierung eines Ikterus:

Beim prähepatischem Ikterus ist die Glukuronidierungsleistung der Leber unzureichend (z.B. bei hämolytischen Anämien); das Gesamtbilirubin und indirekte Bilirubin ist erhöht.

Beim hepatischem Ikterus liegt eine Bilirubinverwertungsstörung vor (z.B. bei Hepatitis) und Gesamtbilirubin, direktes und indirektes Bilirubin sind erhöht.

Beim posthepatischem Ikterus liegt eine Abflußbehinderung des direkten Bilirubins vor (bei Extrahepatische Cholestase ); Gesamtbilirubin und direktes Bilirubin sind erhöht.