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Magnesium

Magnesium ist ein Spurenelement, das zu 95% in Knochen und Skelettmuskulatur und zu 1% frei im Plasma vorliegt. 98% des Magnesiums befindet sich intrazellulär.

Normwerte des Magnesium liegen zwischen 0,65 und 1,05 mmol/l (laborabhängig evtl. leicht verschiedene Normwerte).

Magnesium wird bestimmt zur Abklärung neuromuskulärer Erregungsstörungen und von Herzrhythmusstörungen, bei Beschwerden des Gastrointestinaltraktes, bei intestinalen Resorptionsstörungen, als Therapiekontrolle bei forcierter Diurese und nephrotoxischer Medikation, bei Alkoholentzug, parenteraler Ernährung, Niereninsuffizienz, Insulintherapie und Magnesiumintoxikation.

Erniedrigt kann Magnesium sein bei mangelhafter Zufuhr durch Resorptionsstörungen und bei Alkoholismus, bei Verlusten durch den GI-Trakt (Erbrechen, Magenspülung, Diarrhö, Steatorrhoe, chronisch entzündlichen Darmkrankheiten, Zöliakie, Laxantienabusus, villösen Adenomen und bei Kurzdarmsyndrom), bei endokrinen Erkrankungen (Hyperthyreose, Hyperaldosteronismus, primärer Hypoparathyreoidismus, Insulintherapie bei ketoazidotischem Koma), bei renalen Verlusten (forcierte Diurese, nach Verbrennungen und Operationen), familiären tubulären Resorptionsdefekten, familiärer Hypomagnesiämie, Osteolysen bei Knochenkarzinomen oder Knochenmetastasen, Bartter-Syndrom , Liddle-Syndrom und bei Medikamenteneinnahme (Penicilline, Diuretika, Aminoglykoside, Cisplatin, Methotrexat u.a.).

Klinisch liegt bei Hypomagnesiämie meist auch eine Hypokaliämie und/oder ein Hypokalzämie vor, so dass sich die Symptomatik kaum voneinander trennen lässt. Es kann zu depressiven Verstimmungen, Muskelkrämpfen und Parästhesien kommen.

Erhöht sein kann das Magnesium bei akuter und chronischer Niereninsuffizienz, Dehydratation, Morbus Addison, Tumorlyse, Medikamenteneinnahme (magnesiumhaltige Antazida, Lithium, Theophyllin) und bei schwerer unbehandelter diabetischer Azidose.

Klinisch liegt bei Hypermagnesiämie meist auch eine Hyperkaliämie vor und die Symptomatik lässt sich kaum voneinander trennen. Muskelschwäche und Somnolenz können vorkommen.