Krampfanfälle des Früh- und Neugeborenen

Synonyme: Neonatale Krampfanfälle

Definition

Krampfanfälle des Früh- und Neugeborenen

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  • zerebrale Anfälle Neugeborener, die sich von Anfällen älterer Kinder und Erwachsener bezüglich ihres Ablaufs unterscheiden
  • am häufigsten infolge einer hypoxisch-ischämischen Enzelphalopathie auftreten, aber auch Folge einer Hypoglykämie oder Hypokalzämie sein können

Ätiologie

Krampfanfälle des Früh- und Neugeborenen

Bearbeitungsstatus ?
  • meint infolge einer hypoxisch-ischämischen Enzelphalopathie, aber auch Folge einer Hypoglykämie oder Hypokalzämie

Epidemiologie

Krampfanfälle des Früh- und Neugeborenen

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  • es besteht eine deutliche Abhängigkeit vom Gestationsalter
  • neonatale Krampfanfälle treten bei bis zu 20% aller Frühgeborenen und nur bei 0,5% aller Reifgeborenen auf
  • 90% der Krampfanfälle treten innerhalb der ersten 2 Lebenstage auf

Differentialdiagnosen

Krampfanfälle des Früh- und Neugeborenen

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Anamnese

Krampfanfälle des Früh- und Neugeborenen

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  • Inspektion
  • generalisierte Anfälle?
  • fokale Myoklonien?
  • Apnoe?
  • Nystagmus?
  • Hypersalivation?
  • Mütterliche Anamnese (Drogen, Ernährung)
  • Geburtsanamnese
  • Liquorpunktion
  • opthalmolog. Anamnese
  • EEG
  • EKG
  • Sonographie Schädel

Diagnostik

Krampfanfälle des Früh- und Neugeborenen

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  • Mütterliche Anamnese: Drogen, Ernährung

  • Geburtsanamnese: Asphyxie, Trauma

  • Ausschluss Hypoglykämie, Hypokalzämie, Hyperammonämie

  • Ausschluss Sepsis/Meningitis mittels Blutkulturen und Liquorpunktion

  • EKG, EEG

  • Sonographie des Schädels

  • Augenärztliche Untersuchung

  • bei Ansprechen auf Vitamin B6: Bestimmung von Glutamat, GABA und Pyridoxal-5-Phosphat im Liquor und in Erythrozyten


Klinik

Krampfanfälle des Früh- und Neugeborenen

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  • selten handelt es sich um generalisiert Anfälle
  • oft bestehen nur diskrete fokale Myoklonien
  • Apnoen hingegen sind häufig
  • Nystagmus und Hypersalivation sind weitere wichtige Symptome

Sonderform Vitamin-B6-abhängige Krampfanfälle:

  • handelt sich um einen genetisch bedingten erhöhten Bedarf an Vitamin B6
  • zerebrale Krampfanfälle treten in den ersten Lebensstunden oder erst am 4.-5. Lebenstag auf
  • auf Gaben hoher Dosen Vitamin B6 (100 mg i.v.) sistieren die Anfälle prompt
  • bei Auslassversuch treten erneut Krampfanfälle auf
  • die Prognose ist bei frühzeitiger und konsequenter Therapie sehr gut

Therapie

Krampfanfälle des Früh- und Neugeborenen

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  • bei symptomatischen Krampfanfällen wird die Primärerkrankung behandelt
  • Phenobarbital und Phenytoin sind die antikonvulsiven Medikamente der ersten und zweiten Wahl
  • bei nachgewiesenem Ansprechen auf Vitamin B6 erfolgt eine Vitamin- B6-Substitution mit etwa 10mg/kg KG/d p.o.
  • andere Antikonvulsiva können dann häufig abgesetzt werden

Komplikationen

Krampfanfälle des Früh- und Neugeborenen

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Zusatzhinweise

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Literaturquellen

Krampfanfälle des Früh- und Neugeborenen

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  1. A.C. Muntau - Intensivkurs Pädiatrie - Urban u. Fischer
  2. Schumpelick, N. Bleese, U. Mommsen – Kurzlehrbuch Chirurgie – Thieme Verlag

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