Knochenmetastasen an der Wirbelsäule

Synonyme: Sekundärtumore der Wirbelsäule

Definition

Knochenmetastasen an der Wirbelsäule

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Knochenmetastasen an der Wirbelsäule sind die häufigsten Manifestationen bei Karzinomen.


Ätiologie

Knochenmetastasen an der Wirbelsäule

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Ursachen von Knochenmetastasen an der Wirbelsäule:

Wirbelsäule ist der häufigster Ort von Skelettmetastasen (ca.2/3 aller Knochenmetastasen)

Mehrzahl thorakal und lumbal (ca. 80%), epidural-ossär lokalisiert

Primärtumoren:

  • Mamma-Ca
  • Prostata-Ca
  • Bronchial-Ca
  • Niere
  • maligne Lymphome

Epidemiologie

Knochenmetastasen an der Wirbelsäule

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Knochenmetastasen an der Wirbelsäule kommen oft bei bösartigen Tumoren vor.


Differentialdiagnosen

Knochenmetastasen an der Wirbelsäule

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Anamnese

Knochenmetastasen an der Wirbelsäule

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Zu erhebende Informationen von Knochenmetastasen an der Wirbelsäule sind:

  • Schmerzanamnese
  • Vorekrankungen und Therapieverlauf (Tumorerkrankungen)

Diagnostik

Knochenmetastasen an der Wirbelsäule

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Zur diagnostischen Abklärung von Knochenmetastasen an der Wirbelsäule sind relevant:

  • Suche nach Primärtumor und Abklärung der Ausdehnung der Metastasierung
  • Rö: auf Destruktion der Bogenwurzeln, Osteolysen achten
  • CT/MRT: Tumorausdehnung, OP-Plannung
  • Angiographie: selektive Darstellung der Tumorhauptgefäße
  • Skelettszintigraphie: Screening nach Knochenmetastasen
  • Labor: BSG, Alkalische Phosphatase, Serumkalzium
  • Fachneurologische Kontrolle

Klinik

Knochenmetastasen an der Wirbelsäule

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Die Symptome von Knochenmetastasen an der Wirbelsäule sind abhängig von Lokalisation, Ausdehnung und Aggressivität des Tumors.

  • Schmerzen
  • Problematik: Drohender Querschnitt, Instabilität

Therapie

Knochenmetastasen an der Wirbelsäule

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Als Therapie von Knochenmetastasen an der Wirbelsäule eignet sich meist ein interdisziplinäres Konzept.

  • Therapieziele: Schmerzreduktion, -beseitigung, Aufrechterhaltund der Mobilität, Verbesserung der Lebensqualität


Operative Therapie:

  • OP-Indikation: Zunehmende neurologische Ausfälle, starke Schmerzen
  • OP-Taktik:

- Möglichst radikale Tumorreduktion, -resektion von ventral

- Alleinige dorsale Stabilisierung

- Alleinige Laminektomie

Radiotherapie:

  • Lokal: bei ca. 85% teilweise oder vollständige Schmerzbeseitigung (Alternative: Halbkörperbestrahlung)
  • Primär: bei strahlenempfindlichen Tumoren ohne massiv progrediente neurologischer Ausfälle
  • Postoperativ (bei OP-Resttumor)

Komplikationen

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Es liegen zur Zeit keine Informationen über Komplikationen von Knochenmetastasen an der Wirbelsäule vor.


Zusatzhinweise

Knochenmetastasen an der Wirbelsäule

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Zusätzliche Informationen zu Knochenmetastasen an der Wirbelsäule sind:

Prognose:

  • Abhängig von prätherapeutischen motorischen Status
  • Mittlere Überebensrate ca. 14 Monate

Literaturquellen

Knochenmetastasen an der Wirbelsäule

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Breusch S, Clarius M, Mau H, Sabo D (2009) - Klinikleitfaden, Orthopädie und Unfallchirurgie - Urban & Fischer, München

Wülker N und Mitarbeiter (2005) - Taschenlehrbuch, Orthopädie und Unfallchirurgie - Thieme Verlag, Stuttgart

Scharf H-P, Rüter A (2009) - Orthopädie und Unfallchirurgie, Facharztwissen nach der neuen Weiterbildungsordnung - Urban & Fischer, München

  • (2009) Niethard F, Pfeil J - Orthopädie und Unfallchirurgie - Thieme
  • (2010) Wülker Nikolaus - Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie - Thieme
  • (2005) Rössler H, Rüther Wolfgang - Orthopädie und Unfallchirurgie - Urban & Fischer, Elsevier
  • (1998) Krämer J, Grifka J, Hedtmann A, Krämer R - Orthopädie - Springer
  • (1996) Zippel H - Orthopädie systematisch - Uni Med. Verlag AG
  • (1989) Weber U., Zilch H - Orthopädie mit Repetitorium - Gruyter

Assoziierte Krankheitsbilder zu Knochenmetastasen an der Wirbelsäule

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