Invagination

Synonyme: Intussusception

Definition

Invagination

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Die Invagination (auch Intussuszeption) beschreibt die Einstülpung eines Darmabschnittes in den kaudal folgenden Darmteil vorwiegend ileokolisch (Ileum ins Kolon) und ileoileal (Ileum ins Ileum) bei Säuglingen und Kleinkindern (bis 4 Jahren).


Ätiologie

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Einstülpung des oralen Darmabschnittes in das Lumen des sich aboral anschliessenden Darmabschnittes. Prinzipiell in jedem Darmabschnitt möglich, am häufigsten jedoch ileo-coecal (Invaginatio ileo-ilealis, Invaginatio ileo-colica, Ivaginatio ileo-coecalis, Invaginatio colo-colica, Invaginatio ileo-ileo-colica). Ursächlich ist meist ein pathologischer „leading point“ (z. B. vergrösserte mesenteriale Lymphknoten). Die Erkrankungshäufung liegt zwischen dem 4. – 12. Lebensmonat, jedoch sind bis ins 4. Lebensjahr Invaginationen besonders erkennbaren Grund möglich.

Komplikationen

  • Rezidiv – Invagination
  • Perforation
  • Darmwandnekrose
     

Epidemiologie

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Differentialdiagnosen

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Keine Differentialdiagnosen bekannt


Anamnese

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(kann im Kindesalter sehr variabel und inkonstant sein)
 

  • Plötzlich einsetzende kolikartige Bauchschmerzen mit wellenartiger Schmerzcharakteristik und Erbrechen, die im Schmerzgipfel bis zur Schocksymptomatik führen kann
  • Oftmals ziehen die Kinder aus völliger Ruhe heraus plötzlich krampfartig die Beinchen an
  •  Zwischenzeitlich sind Phasen völliger Schmerzfreiheit möglich
  • Blut- und Schleimauflagerungen (himbeergeleeartig) auf dem Stuhl.
     

Diagnostik

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•  klinische Untersuchung
•  Ultraschall Abdomen (im Querschnitt „Target – Zeichen“, im Längsschnitt „Pseudokidney – Zeichen“, eventl. Nachweis freier Flüssigkeit und von Pendelperistaltik
• Kontrastmitteleinlauf (im Bereich des Invaginatkopfes zeigt das wässrige Kontrastmittel einen Kontrastmittelabbruch)
 


Klinik

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(kann im Kindesalter sehr variabel und inkonstant sein)

  • plötzlich einsetzende kolikartige Bauchschmerzen mit  wellenartiger Schmerzcharakteristik
  • plötzliches Anziehen der Beinchen aus völliger Ruhe heraus
  • Schocksymptomatik im Schmerzgipfel
  • intermittierend Schmerzfreiheit
  • (galliges) Erbrechen
  • palpable walzenförmige Resistenz im Abdomen
  • Ileus – Darmgeräusche
  • himbeergeleeartige Schleim- und Blutauflagerungen im Stuhl
  • rektal palpable Spitze des Invaginatkopfes

Therapie

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Bei fehlenden Peritonitiszeichen sonographisch oder radiologisch kontrollierte hydrostatische/pneumatische Devagination mit physiologischer Kochsalzlösung/Luft eventuell unter Zusatz von wässrigem Kontrastmittel zur Röntgenkontrolle des Repositionsergebnisses. Der Druck sollte nicht über 150 mmHg bzw. 50 – 70 cm H2O betragen. Eine operative Devagination (Ausmelken des Invaginatkopfes, nicht Herausziehen !!) sollte bei Misslingen einer konservativen Devagination, massivem Blutabgang mit Schock und hämodynamischer Instabilität, klinischer Peritonitis, Perforation, Alter > 6 Jahre und Dauer der Symptomatik > 24 h.


Komplikationen

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Zusatzhinweise

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Literaturquellen

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M. Bettex, N. Genton, M Stockmann (Eds.) Kinderchirurgie, Georg Thieme Verlag Stuttgart, 1982, ISBN 3-13-338102-4, R Morger und R Gysler Darminvagination 7.86 bis 7.92

PL Glick, RH Pearl, MS Irish, MG Cathy (Eds.) Pediatric Surgery Secrets, Chapter 33, Intussusception, Jeff C Hoehner pp148 – 151, Hanley & Belfus Inc, Philadelphia, 2001, ISBN 1-56053-317-X


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