Intravenöse Regionalanästhesie

Synonyme: Bier-Block,IVRA

Definition

Intravenöse Regionalanästhesie

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Intravenöse Regionalanästhesie ist ein Verfahren für kurze Eingriffe an Fuß oder Hand in Blutleere.

Die Indikationen:

  • Operationen an Unterarm/Hand bzw. Unterschenkel/Fuß
  • In Blutleere
  • OP Zeit unter einer Stunde Dauer

Ätiologie

Intravenöse Regionalanästhesie

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Zur Ätiologie der intravenösen Regionalanästhesie liegen keine Informationen vor.


Epidemiologie

Intravenöse Regionalanästhesie

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Intravenöse Regionalanästhesie ist ein eher selten genutztes regionalanästhesiologisches Verfahren, meist bei kurzen Eingriffen an der Hand wie Spaltung des Retinaculum Flexorum bei Karpaltunnelsyndrom.


Differentialdiagnosen

Intravenöse Regionalanästhesie

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Anamnese

Intravenöse Regionalanästhesie

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Bei der Anamnese die folgenden Kontraindikationen für die intravenöse Regionalanästhesie beachten:

  • Raynaud-Syndrom
  • Sichelzellanämie
  • periphere Neuropathie
  • Infektion an der Punktionsstelle
  • OP-Dauer über 1 Stunde

Diagnostik

Intravenöse Regionalanästhesie

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Die diagnostischen Maßnahmen vor einer intravenösen Regionalanästhesie dienen dem Ausschluss von:

  • Raynaud-Syndrom
  • Sichelzellanämie
  • periphere Neuropathie
  • Infektion an der Punktionsstelle
  • OP-Dauer über 1 Stunde

Klinik

Intravenöse Regionalanästhesie

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Zu der klinischen Symptomatik nach einer intravenösen Regionalanästhesie gibt es keine Informationen.


Therapie

Intravenöse Regionalanästhesie

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Die praktische Durchführung der intravenösen Regionalanästhesie:

  • Kleine Verweilkanüle an zu operierender Extremität legen (meist Handrücken)
  • Blutleere herstellen (Auswickeln der Extremität)
  • Blutsperre durch Aufpumpen einer proximal gelegenen Druckmanschette
  • Injektion eines Lokalanästhetikums, z.B. Prilocain, über die liegende Verweilkanüle
  • Entfernen der Verweilkanüle
  • Durchführung des Eingriffs nach Wirkeintritt
  • Druckmanschette frühestens nach 30 Minuten öffnen (Gefahr systemische Intoxikation)

Komplikationen

Intravenöse Regionalanästhesie

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Zu den möglichen Komplikationen nach einer intravenösen Regionalanästhesie gehören:

Systemische Intoxikation durch Lokalanästhetika

  • An der anderen Extremität immer peripher-venösen Zugang schaffen
  • Durchführung nur unter Intubationsbereitschaft

Tourniquette-Syndrom

  • Schmerz durch die Druckmanschette
  • Kann verhindert werden durch Nutzung von Doppelmanschetten. Nach Wirkeintritt des Lokalanästhetikums wird ein proximaler, über dem anästhesierten Bereich liegender Wulst aufgeblasen und der distale Wulst abgelassen

Zusatzhinweise

Intravenöse Regionalanästhesie

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Zur intravenösen Regionalanästhesie gibt derzeit keine weitere Zusatzhinweise.


Literaturquellen

Intravenöse Regionalanästhesie

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1. am Esch, Bause, Kochs - Duale Reihe Anästhesie - Thieme
2. Schäfer, Eberhardt - Klinikleitfaden Anästhesie - Elsevier
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  • (2008) Striebel HW - Anästhesie und Intensivmedizin für Studium und Pflege - Schattauer GmbH
  • (2007) Scholz L - BASICS Anästhesie und Intensivmedizin - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2006) Schulte am Esch J, Kochs E, Bause H - Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie - Thieme, Duale Reihe
  • (2004) Latasch, Knipfer - Anästhesie Intensivmedizin Intensivpflege - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2003) Thiel R - Anästhesiologische Pharmakotherapie, Allgemeine und spezielle Pharmakologie in Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie - Thieme
  • (2003) Klöss T - Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie - Urban & Fischer
  • (2001) Krier, Kochs, Buzello, Adams - Anästhesiologie, ains Band 1 - Thieme, Stuttgart
  • (2000) Scherer R - Anästhesiologie - Ein handlungsorientiertes Lehrbuch - Thieme
  • (1999) Hempelmann, Adams, Sefrin - Notfallmedizin, ains Band 3 - Thieme, Stuttgart
  • (1996) Kretz F.J, Schäffer J, Eyrich K - Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie - Springer, Berlin

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