Intrakranielle Drucksteigerung

Definition

Intrakranielle Drucksteigerung

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Die intrakranielle Drucksteigerung ist eine Hirndruckerhöhung durch Schäden im Parenchym, Liquorraum und/oder in den Hirngefäßen


Ätiologie

Intrakranielle Drucksteigerung

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Ursachen der intrakraniellen Drucksteigerung sind:
  • Blutung
  • Hirnödem
  • Meningitis
  • Enzephalitis
  • Hypoxie
  • Hyperkapnie
  • Verschlusshydrozephalus
  • Intoxikation
  • Tumor
  • Abszess

Epidemiologie

Intrakranielle Drucksteigerung

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Es liegen momentan keine Daten zur Epidemiologie der intrakraniellen Drucksteigerung vor.


Differentialdiagnosen

Intrakranielle Drucksteigerung

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Keine Differentialdiagnosen bekannt


Anamnese

Intrakranielle Drucksteigerung

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Wichtige Informationen zur Befunderhebung einer intrakraniellen Drucksteigerung sind:
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Sehbeschwerden
  • Atembeschwerden
  • Müdigkeit oder auffallende Abwesenheit

Diagnostik

Intrakranielle Drucksteigerung

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Relevante Diagnostik bei intrakranieller Drucksteigerung:
  • Neurologische Untersuchung
  • Augenhintergrund
  • CT
  • Kernspintomographie
  • Röntgen

Klinik

Intrakranielle Drucksteigerung

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Symptome der intrakraniellen Drucksteigerung sind:
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Stauungspapille
  • Schwindel
  • Atemstörungen
  • Bewusstseinsstörungen

Therapie

Intrakranielle Drucksteigerung

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Therapeutische Möglichkeiten der intrakraniellen Drucksteigerung sind:

  • Oberkörperhochlagerung auf 30 Grad
  • Neutralstellung des Kopfes
  • Induzierte moderate Hyperventilation(30-35 mmHg)
  • Glukokortikoide
  • Osmodiuretika, immer mit Hirndruckmessung!
  • Analgosedierung
  • Ventrikeldrainage
  • Dekompressive Kranioektomie, Trepanation
  • Exstirpation

Komplikationen

Intrakranielle Drucksteigerung

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Als Komplikationen der intrakraniellen Drucksteigerung können auftreten:

Bei einer Hirndruckerhöhung kommt es zur Abnahme der zerebralen Perfusion.

Es kommt zum zerebralen Kreislaufstillstand, wenn der Hirndruck den arteriellen Perfusionsdruck übersteigt.

Die Folge ist der Hirntod.

Es kann zu Hirnmassenverschiebungen und dadurch zu Einklemmungen kommen, die lebensgefährlich sind.


Zusatzhinweise

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Es liegen keine Zusatzhinweise zur intrakraniellen Drucksteigerung vor.


Literaturquellen

Intrakranielle Drucksteigerung

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  • AWMF-Leitlinien, 2008 - Hirndruck
  • Duale Reihe, 2009 - Chirurgie
  • (2007) Henne-Bruns D, Düring M, Kremer B - Chirurgie - Thieme, Stuttgart, Duale Reihe
  • (2010) Müller M - Chirurgie für Studium und Praxis - 2010/11,10. Aufl. - Medizinische Verlags- und Informationsdienste
  • (2009) Schiergens T - BASICS Chirurgie - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2008) Berchtold R, Bruch H.-P, Trentz O - Chirurgie ,6. Aufl. - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2008) Berchtold R, Ackermann R, Bartels M, Bartsch D.K - Berchtold Chirurgie - Elsevier, München
  • (2007) Siewert R - Basiswissen Chirurgie - Springer Verlag, Berlin
  • (2007) Kloeters O, Müller M - Crashkurs Chirurgie - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2006) Siewert J. R - Chirurgie - Springer, Berlin
  • (1999) Koslowski L, Bushe K, Junginger T, Schwemmle K - Die Chirurgie - Schattauer, F.K. Verlag

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