Intelligenzminderung

Synonyme: Schwachsinn, Minderbegabung, Oligophrenie

Definition

Intelligenzminderung

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  • Bei der Intelligenzminderung liegt die intellektuelle Leistungsfähigkeit weit unter dem Durchschnitt.

Ätiologie

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Die Ursachen der Intelligenzminderung sind:

  • unklar
  • genetisch, z.B. Trisomie 21
  • organisch
  • z.B. toxische Schäden
  • Hirntumoren im Kindesalter
  • Infektionen des zentralen Nervensystems

Epidemiologie

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Zur Epidemiologie der Intelligenzminderung liegen folgende Daten vor:

  • bei ca. 5% (Gesamtbevölkerung)
  • davon leichtere Formen: bis zu 4%
  • Jungen > Mädchen

Differentialdiagnosen

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Anamnese

Intelligenzminderung

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Bei der Intelligenzminderung sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Stereotypien?
  • Selbstwertgefühl: vermindert?
  • Aggressives Verhalten?
  • Psychisch abhängig?
  • Beeinträchtigung verschiedener Bereiche?

Diagnostik

Intelligenzminderung

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Zur diagnostischen Abklärung der Intelligenzminderung sind relevant:

  • klinischer Eindruck
  • Tests
  • Testbatterien
  • IQ < 70

weitere Differenzialdiagnosen:

  • Hospitalismusformen
  • Leistungsminderungen

Klinik

Intelligenzminderung

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Die Intelligenzminderung kann folgende Symptome zeigen:

  • Stereotypien
  • Selbstwertgefühl: vermindert
  • aggressives Verhalten
  • psychisch abhängig
  • Beeinträchtigung verschiedener Bereiche möglich, v.a. bei schweren Formen

Therapie

Intelligenzminderung

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Die therapeutischen Möglichkeiten der Intelligenzminderung umfassen Folgendes:

  • sehr frühe Förderung
  • Einbeziehen der Angehörigen
  • u.a. passende Arbeitsbedingungen
  • Verhinderung von Überforderung
  • beispielsweise Sondereinrichtungen zur Betreuung

Komplikationen

Intelligenzminderung

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Zu Komplikationen der Intelligenzminderung liegen derzeit keine Angaben vor.


Zusatzhinweise

Intelligenzminderung

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Zur Intelligenzminderung liegen folgende Zusatzhinweise vor:

  • Risiko an einer psychischen Störung zu erkranken: erhöht
  • je stärker die Intelligenzminderung, desto größer das Risiko

Literaturquellen

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  1. Möller HJ, Laux G, Deister A (2009) - Duale Reihe Psychiatrie und Psychotherapie - Thieme Verlag, Stuttgart (Seite 412-416)
  2. Tölle R, Windgassen K (2009) - Psychiatrie - Springer Medizin Verlag, Heidelberg (Seite 316 f)
  3. Kasper S, Volz HP (2003) - Psychiatrie compact - Georg Thieme Verlag, Stuttgart (Seite 239 ff)
  • (2009) Klußmann R, Nickel M - Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Springer Verlag, Wien
  • (2009) Mentzos S - Lehrbuch der Psychodynamik - Verlag Vandenhoeck & Ruprecht/BRO
  • (2009) Janssen P, Joraschky P, Tress W - Leitfaden Psychosomatische Medizin und Psychotherap - Deutscher Ärzte Verlag
  • (2008) Rentrop M, Müller R, Bäuml J - Klinikleitfaden Psychiatrie und Psychotherapie - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2007) Rudolf - Psychotherapeutische Medizin und Psychosomatik - Thieme
  • (2007) Arolt V, Reimer C, Dilling H - Basiswissen Psychiatrie und Psychotherapie - Springer
  • (2006) Fritzsche K, Wirsching M - Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Springer

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