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Die neuesten Aktualisierungen des med2click-Wissens (Koronare Herzkrankheit)

Koronare Herzerkrankung

Die koronare Herzerkrankung ist die Manifestation der Arteriosklerose in den Herzkranzarterien, die häufig zu einem Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und Sauerstoffangebot im Herzmuskel führt. [1] Einteilungen: Angina pectoris: Durch körperliche oder psychische Belastung reproduzierbarer Thoraxschmerz der in Ruhe oder nach Gabe von Nitroglyzerin verschwindet [1] stabile Angina pectoris: 4 Schweregrade der stabilen Angina pectoris nach der Canadian Cardiovascular Society: [2 nach 1] Schweregrad stabile Angina pectoris Belastungstoleranz  CCS 1 keine Angina bei Alltagsbelastung (Laufen, Treppensteigen), jedoch bei plötzlicher oder längerer physischer Belastung  CCS 2 Angina pectoris bei stärkerer Anstrengung (schnelles Laufen, Bergaufgehen, Treppensteigen nach dem Essen, in Kälte, Wind oder psychischer Belastung)  CCS 3 Angina pectoris bei leichter körperlicher Belastung (normales Gehen, Ankleiden)  CCS 4 Ruhebeschwerden oder Beschwerden bei geringster körperlicher Belastung Klassifikation der instabilen Angina pectoris: [1]     Klasse A Klasse B Klasse C Schweregrad Klasse I neu aufgetretene schwere oder zunehmende AP, keine Ruhe-AP IA IB IC   Klasse II Ruhe-AP im letzten Monat, aber nicht in den letzten 48h (subakute AP) IIA IIB IIC   Klasse II Ruhe-AP innerhalb der letzten 48h (akute Ruhe-AP) IIIA IIIB Troponin pos. IIIB Troponin neg. IIIC Klasse A: Patienten mit einer extrakardialen Ursache (sekundäre AP) Klasse B: Patienten ohne extrakardiale Ursache (primär instabile AP) Klasse C: Patienten 2 Wochen nach Myokardinfarkt (postinfarzielle AP) Akutes Koronarsyndrom: unmittelbar lebensbedrohliche Phasen der KHK: instabile Angina pectoris, akuter Myokardinfarkt und plötzlicher Herztod. [1] Unterscheidung in: STEMI: Patienten mit ST-Streckenhebung nim EKG NSTEMI/instabile Angina: Patienten ohne ST-Streckenhebung im EKG → Zum Krankheitsbild Koronare Herzerkrankung

Sekundär instabile Angina pectoris

Angina pectoris: Durch körperliche oder psychische Belastung reproduzierbarer Thoraxschmerz der in Ruhe oder nach Gabe von Nitroglyzerin verschwindet [1] Klassifikation der instabilen Angina pectoris: [1]     Klasse A Klasse B Klasse C Schweregrad Klasse I neu aufgetretene schwere oder zunehmende AP, keine Ruhe-AP IA IB IC   Klasse II Ruhe-AP im letzten Monat, aber nicht in den letzten 48h (subakute AP) IIA IIB IIC   Klasse II Ruhe-AP innerhalb der letzten 48h (akute Ruhe-AP) IIIA IIIB Troponin pos. IIIB Troponin neg. IIIC Klasse A: Patienten mit einer extrakardialen Ursache (sekundäre AP) Klasse B: Patienten ohne extrakardiale Ursache (primär instabile AP) Klasse C: Patienten 2 Wochen nach Myokardinfarkt (postinfarzielle AP) Sekundär instabile Angina pectoris: Crescendo-Angina: zunehmende Schwere, Dauer und Häufigkeit Ruhe-Angina zunehmender Bedarf der antianginösen Medikation Akutes Koronarsyndrom: unmittelbar lebensbedrohliche Phasen der KHK: instabile Angina pectoris, akuter Myokardinfarkt und plötzlicher Herztod. [1] Unterscheidung in: STEMI: Patienten mit ST-Streckenhebung nim EKG NSTEMI/instabile Angina: Patienten ohne ST-Streckenhebung im EKG → Zum Krankheitsbild Sekundär instabile Angina pectoris

Primär instabile Angina pectoris

Angina pectoris: Durch körperliche oder psychische Belastung reproduzierbarer Thoraxschmerz der in Ruhe oder nach Gabe von Nitroglyzerin verschwindet [1] Klassifikation der instabilen Angina pectoris: [1]     Klasse A Klasse B Klasse C Schweregrad Klasse I neu aufgetretene schwere oder zunehmende AP, keine Ruhe-AP IA IB IC   Klasse II Ruhe-AP im letzten Monat, aber nicht in den letzten 48h (subakute AP) IIA IIB IIC   Klasse II Ruhe-AP innerhalb der letzten 48h (akute Ruhe-AP) IIIA IIIB Troponin pos. IIIB Troponin neg. IIIC Klasse A: Patienten mit einer extrakardialen Ursache (sekundäre AP) Klasse B: Patienten ohne extrakardiale Ursache (primär instabile AP) Klasse C: Patienten 2 Wochen nach Myokardinfarkt (postinfarzielle AP) Als primär instabile Angina pectoris wird jede Erstangina bezeichnet. Akutes Koronarsyndrom: unmittelbar lebensbedrohliche Phasen der KHK: instabile Angina pectoris, akuter Myokardinfarkt und plötzlicher Herztod. [1] Unterscheidung in: STEMI: Patienten mit ST-Streckenhebung nim EKG NSTEMI/instabile Angina: Patienten ohne ST-Streckenhebung im EKG → Zum Krankheitsbild Primär instabile Angina pectoris

Herzinfarkt

Als Herzinfarkt wird bezeichnet: Myokardnekrose mit klinischer Konstellation vereinbar mit myokardialer Ischämie [3] Dabei muss eines der Kriterien 1-5 erfüllt sein: [3] 1. typischer Anstieg/Abstieg der Herzenzyme, v.a. Troponin überhalb der 99. Perzentile des oberen Grenzwertes zusammen mit mindestens einem der folgenden Kriterien: Symptome der Ischämie EKG-Veränderungen verienbar mit einer frischen Ischämie (neu aufgetretene ST-T-Veränderungen oder Linksschenkelblock) Entwicklung pathologischer Q-Zacken im EKG Neu aufgetretener Verlust vitalen Myokards oder neu aufgetretene regionale Wandbewegungsstörungen 2. Plötzlicher, unerwarteter Herztod mit Herzstillstand, oft mit Symptomen der myokardialen Ischämie, begleitet von einer vermutlich neuen ST-Hebung oder einem neuen Linksschenkelblock, und/oder Nachweis eines frischen Thrombus in der Koronarangiographie und/oder bei der Autopsie, aber bei eintretendem Tod vor Blutentnahme oder vor Nachweis von gestiegenen Herzenzymen im Blut 3. Bei PCI (operkutane koronare Intervention)-Patienten mit normalem Troponin ist ein Anstieg der Herzenzyme ein Zeichen für eine periprozedurale Myokardnekros. Bei einem Anstieg > der 99. Perzentile ist dies ein Hinweis auf eine Myokardnekrose, bei einem Anstieg > 3fache 99. Perzentile wird dies als PCI-bezogener Myokardinfarkt definiert. 4. Bei koronarer Bypass-Operation (CABG) ist bei Patienten mit normalem Troponin ein Anstieg der Herzenzyme ein Zeichen für eine periprozedurale Myokardnekrose. Bei einem Anstieg > der 99. Perzentile ist dies ein Hinweis auf eine Myokardnekrose, bei einem Anstieg > 5fache 99. Perzentile wird dies als CABG-bezogener Myokardinfarkt definiert. 5. Pathologischer Nachweis eines akuten Herzinfarktes Kriterien für einen vorangegangenen Myokardinfarkt: Entwicklung neuer pathologischer Q-Zacken im EKG mit oder ohne Symptomatik Nachweis mit bildgebenden Verfahren eines Verlustes von vitalem Myokard, das verdünnt ist und sich nicht kontrahiert, bei Abwesenheit einer nichtischämischen Ursache Pathologischer Nachweis eines verheilten oder verheilenden Myokardinfarktes Klinische Einteilung des Herzinfarktes: [3] Typ 1: Spontaner Myokardinfarkt durch Ischämie aufgrund eines koronaresn ereignisses wie Erosion eines Plaques und/oder Ruptur, Fissur oder Dissektion Typ 2: Sekundärer Myokardinfarkt aufgrund entweder erhöhten Sauerstoffbedarfs oder verminderter Sauerstoffversorgung, z.B. Spasmus einer Koronararterie, koronarer Embolie, Anämie, Arrhythmien, Hypertonie oder Hypotonie Typ 3: Plötzlicher unerwarteter Herztod mit Herzstillstand, oft mit Symptomen der myokardialen Ischämie, begleitet von einer vermutlich neuen ST-Hebung oder einem neuen Linksschenkelblock, und/oder Nachweis eines frischen Thrombus in der Koronarangiographie und/oder bei der Autopsie, aber bei eintretendem Tod vor Blutentnahme oder vor Nachweis von gestiegenen Herzenzymen im Blut Typ 4a: Myokardinfarkt assoziiert mit PCITyp 4b: Myokardinfarkt assoziiert mit Stentthrombose, dokumentiert durch Angiographie oder autoptischTyp 5: Myokardinfarkt assoziiert mit CABG Einteilung der Herzinfarkte in: STEMI: ST-elevation myocardial infarction NSTEMI: non-ST-elevation myocardial infarction; klinisch wie instabile Angina pectoris mit Troponinerhöhung; gleiche Vorgehensweise → Zum Krankheitsbild Herzinfarkt

Stabile Angina pectoris

Angina pectoris: Durch körperliche oder psychische Belastung reproduzierbarer Thoraxschmerz der in Ruhe oder nach Gabe von Nitroglyzerin verschwindet [1] stabile Angina pectoris: 4 Schweregrade der stabilen Angina pectoris nach der Canadian Cardiovascular Society: [2 nach 1] Schweregrad stabile Angina pectoris Belastungstoleranz  CCS 1 keine Angina bei Alltagsbelastung (Laufen, Treppensteigen), jedoch bei plötzlicher oder längerer physischer Belastung  CCS 2 Angina pectoris bei stärkerer Anstrengung (schnelles Laufen, Bergaufgehen, Treppensteigen nach dem Essen, in Kälte, Wind oder psychischer Belastung)  CCS 3 Angina pectoris bei leichter körperlicher Belastung (normales Gehen, Ankleiden)  CCS 4 Ruhebeschwerden oder Beschwerden bei geringster körperlicher Belastung → Zum Krankheitsbild Stabile Angina pectoris