Untergeordnete Krankheitsbilder

 

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Hypertensive Krise und hypertensiver Notfall

Eine Hypertensive Krise bzw. ein hypertensiver Notfall bezeichnet einen kritischen Blutdruckanstieg mit hohen Blutdruckwerten, die nicht eindeutig definiert sind, aber je nach Literatur bei 210-230 mmHg systolisch und 110-130 mmHg diastolisch liegen. Grundsätzlich wird unterschieden in Hypertensive Krise und Hypertensiven Notfall: Hypertensive Krise ("hypertensive urgency"): starker RR-Anstieg >210-230/110-130 mmHg OHNE Symptome eines akuten Organschadens oder hochgradige akut gefährliche Funktionseinschränkungen Hypertensiver Notfall ("hypertensive emergency"): Starker RR-Anstieg >210-230/110-130 mmHg MIT lebensbedrohlichen Komplikationen durch progrediente Organschäden Die wichtigsten Hypertensiven Notfälle umfassen: [1] Hypertensive Enzephalopathie Hypertoniebedingtes Linksherzversagen Hypertonie beim akuten Herzinfarkt Hypertonie mit instabiler Angina pectoris Hypertonie mit akuter Niereninsuffizienz Hypertonie und Aortendissektion Schwere Hypertonie verbunden mit subarachnoidaler Blutung oder zerebrovaskulärem Ereignis Hypertensive Krise bei Phäochromozytom Hypertonie bei Drogenabusus (Amphetamin, LSD, Kokain oder Ecstasy) Schwere Präeklampsie oder Eklampsie → Zum Krankheitsbild Hypertensive Krise und hypertensiver Notfall

WPW-Syndrom

Das WPW-Syndrom ist definiert als eine AV-Reentry-Tachykardie mit Präexzitationssyndrom, die auf angeborenen akzessorischen Bahnen im Kent-Büdel zurückzuführen ist. Bei der orthodromen Form des WSW-Syndroms werden die elektrischen Signale antegrad im AV-Knoten und retrograd in der akzessorischen Bahn im Kent-Bündel geleitet, bei der antidromen Form ist die Richtung entgegengesetzt. → Zum Krankheitsbild WPW-Syndrom

Supraventrikuläre Extrasystolen

Die supraventrikuläre Extrasystole ist ein Herzschlag, der außerhalb des normalen Herzrhythmus auftritt. Der ektope Zentrum liegt dabei im Vorhof. Polytope supraventrikuläre Extrasystolen gehen von verschiedenen ektopen Zentren aus, nomotope dagegen nur von einem. → Zum Krankheitsbild Supraventrikuläre Extrasystolen

Linksherzinsuffizienz mit Vorwärtsversagen

Herzinsuffizienz: Pathophysiologische Definition: Bei der Herzinsuffizienz ist das Herz nicht mehr in der Lage den Organismus mit ausreichend Blut und damit mit genügend Sauerstoff zu versorgen, um den Stoffwechsel unter Ruhe- wie unter Belastungsbedingungen zu gewährleisten. [1] Klinische Definition: Vorhandensein typischer Symptome wie z. B. Dyspnoe, Müdigkeit (Leistungsminderung) und/oder Flüssigkeitsretention auf dem Boden einer kardialen Funktionsstörung [1] Schwellenwert für eine reduzierte linksventrikuläre systolische Globalfunktion: Ejektionsfraktion (LVEF) von < 35-40 % Eine Linksherzinsuffizienz mit Vorwärtsversagen (forward failure) ist eine Störung des linken Ventrikels mit einem erniedrigten Herzzeitvolumen, die zu einer niedrigen Auswurfleistung in den grossen Kreislauf führt ("low output"). Stadien der chronischen Herzinsuffizienz: die NYHA-Klassifikation: [1, nach 2] NYHA 1 (asymptomatisch) Herzerkrankung ohne körperliche Limitation. Alltägliche körperliche Belastung verursacht keine inadäquate Erschöpfung, Rhythmusstörungen, Luftnot oder Angina pectoris NYHA 2 (leicht) Herzerkrankung mit leichter Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit; keine Beschwerden in Ruhe und bei geringer Anstrengung. Stärkere körperliche Belastung verursacht Erschöpfung, Rhythmusstörungen, Luftnot oder Angina pectoris, z.B. Bergaufgehen oder Treppensteigen NYHA 3 (mittelschwer) Herzerkrankung mit höherer Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei gewohnter Tätigkeit. Keine Beschwerden in Ruhe. Geringe körperliche Belastung verursacht Erschöpfung, Rhythmusstörungen, Luftnot oder Angina pectoris, z.B. Gehen in der Ebene. NYHA 4 (schwer) Herzerkrankung mit Beschwerden bei allen körperlichen Aktivitäten und in Ruhe, Bettlägerigkeit. → Zum Krankheitsbild Linksherzinsuffizienz mit Vorwärtsversagen

Chronische Herzinsuffizienz

Chronische Herzinsuffizienz: Pathophysiologische Definition: Bei der Herzinsuffizienz ist das Herz nicht mehr in der Lage den Organismus mit ausreichend Blut und damit mit genügend Sauerstoff zu versorgen, um den Stoffwechsel unter Ruhe- wie unter Belastungsbedingungen zu gewährleisten. [1] Klinische Definition: Vorhandensein typischer Symptome wie z. B. Dyspnoe, Müdigkeit (Leistungsminderung) und/oder Flüssigkeitsretention auf dem Boden einer kardialen Funktionsstörung [1] Schwellenwert für eine reduzierte linksventrikuläre systolische Globalfunktion: Ejektionsfraktion (LVEF) von < 35-40 % Eine Linksherzinsuffizienz mit Rückwärtsversagen (backward failure) ist eine Störung des linken Ventrikels mit einer zu niedrigen Auswurfleistung des Herzens, wobei es passiv zu einer Lungenstauung kommt. Eine Linksherzinsuffizienz mit Vorwärtsversagen (forward failure) ist eine Störung des linken Ventrikels mit einem erniedrigten Herzzeitvolumen, die zu einer niedrigen Auswurfleistung in den grossen Kreislauf führt ("low output"). Stadien der chronischen Herzinsuffizienz: die NYHA-Klassifikation: [1, nach 2] NYHA 1 (asymptomatisch) Herzerkrankung ohne körperliche Limitation. Alltägliche körperliche Belastung verursacht keine inadäquate Erschöpfung, Rhythmusstörungen, Luftnot oder Angina pectoris NYHA 2 (leicht) Herzerkrankung mit leichter Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit; keine Beschwerden in Ruhe und bei geringer Anstrengung. Stärkere körperliche Belastung verursacht Erschöpfung, Rhythmusstörungen, Luftnot oder Angina pectoris, z.B. Bergaufgehen oder Treppensteigen NYHA 3 (mittelschwer) Herzerkrankung mit höherer Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei gewohnter Tätigkeit. Keine Beschwerden in Ruhe. Geringe körperliche Belastung verursacht Erschöpfung, Rhythmusstörungen, Luftnot oder Angina pectoris, z.B. Gehen in der Ebene. NYHA 3 (schwer) Herzerkrankung mit Beschwerden bei allen körperlichen Aktivitäten und in Ruhe, Bettlägerigkeit. → Zum Krankheitsbild Chronische Herzinsuffizienz