Impingmentsyndrom

Synonyme: subakromiales Engpasssyndrom, Rotatorenmanschettensyndrom, subacromiales Schmerzsyndrom, Periarthropathia humeroscapularis

Definition

Impingmentsyndrom

Bearbeitungsstatus ?

Das Impingmentsyndrom bezeichnet eine Schmerzhafte Enge des subakromialen Raumes bei mittlerer Abduktion im Glenohumeralgelenk.


Ätiologie

Impingmentsyndrom

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Das klinisches Bild des Impingmentsyndroms umfasst verschiedene Krankheitsentitäten (genaue Diagnose für Therapie entscheidend):

  • Degenerative Einengung des Subakromialraumes: Ossifikation von Bändern, osteophytäre Anbauten, etc
  • Degenerative Volumenzunahme von Strukturen im Subakromialraum: Kalzifikationen von Sehnen der Rotatorenmanschette
  • Änderung der Biomechanik: komplexe Mechanik des Armhebens dahingehend gestört, dass der Humeruskopf zu weit nach oben rückt

gemeinsame Endstrecke ist: 

  • Bursitis
  • Tendinitis der Sehnen
  • konsekutiv Degeneration der Rotatorenmanschette

-> Führung des Humerus im Glenoid wird zu schwach, Kaudalisierung bei Armhebung bleibt teilweise aus

-> Schäden am Schulterdach


Epidemiologie

Impingmentsyndrom

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Es liegen zur Zeit keine epidemiologischen Daten zum Impingmentsyndrom vor.


Differentialdiagnosen

Impingmentsyndrom

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Anamnese

Impingmentsyndrom

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Anamnestisch zu erhebende Informationen eines Impingmentsyndroms sind:

  • Schmerzen mit belastungsabhängiger Zunahme?
  • nächtliche Schmerzen?

Diagnostik

Impingmentsyndrom

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Zur diagnostischen Abklärung des Impingmentsyndroms sind relevant:

- klinische Untersuchung:

  • "schmerzhafter Bogen": Schmerzen bei Abduktion vor allem zwischen 60° und 120°
  • Impingmenttests nach Neer und Jobe

- Röntgen:

  • im späteren Stadium typische ossäre Veränderungen an Akromion und Akromioklaviculargelenk

- Sonographie:

  • entzündliche Flüssigkeit
  • Veränderungen der Manschette und der Bursa


- MRT


Klinik

Impingmentsyndrom

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Die Symptomatik des Impingmentsyndroms umfasst:

  • "schmerzhafter Bogen"
  • erhaltenen Kraft und passive Beweglichkeit
  • im späten Stadium: starker Ruheschmerz, eingeschränkte Beweglichkeit (Zeichen für Verwachsungen im Bereich der Bursa)

Therapie

Impingmentsyndrom

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Bei einem Impingmentsyndrom bieten sich folgende therapeutische Möglichkeiten:

konservativ:

  • Ruhigstellung
  • Kryotherapie
  • Injektionen (Lokalanästhetikum/Kortikosteroid)

operativ:

  • bei persistierenden Beschwerden über 2 - 3 Monate
  • Akromioplastik nach Neer: Resektion des Unterrandes des Akromion

Komplikationen

Impingmentsyndrom

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Es liegen zur Zeit keine Informationen über Komplikationen eines Impingmentsyndroms vor.


Zusatzhinweise

Impingmentsyndrom

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Es liegen zur Zeit keine Zusatzhinweise zum Impingmentsyndrom vor.


Literaturquellen

Impingmentsyndrom

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[1]     Wülker N (2005) - Orthopädie und Unfallchirurgie - Georg Thieme Verlag, Stuttgart

[2]     Rössler H, Rüther W (2007) - Orthopädie und Unfallchirurgie - Elsevier, München, 19. Auflage

[3]     Niethard, Pfeil (2005) - Orthopädie - Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 5. Auflage

  • (2009) Niethard F, Pfeil J - Orthopädie und Unfallchirurgie - Thieme
  • (2010) Wülker Nikolaus - Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie - Thieme
  • (2005) Rössler H, Rüther Wolfgang - Orthopädie und Unfallchirurgie - Urban & Fischer, Elsevier
  • (1998) Krämer J, Grifka J, Hedtmann A, Krämer R - Orthopädie - Springer
  • (1996) Zippel H - Orthopädie systematisch - Uni Med. Verlag AG
  • (1989) Weber U., Zilch H - Orthopädie mit Repetitorium - Gruyter

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