Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis

Synonyme: FSME - Impfung

Definition

Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis

Bearbeitungsstatus ?

Die Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine Immuniesierung mit Totimpfstoff.


Ätiologie

Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis

Bearbeitungsstatus ?

Die Ursachen für die Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis:

  • Hohes Erkrankungsrisiko in Risikogebieten in Deutschland und im Ausland (Bayern, Baden-Württemberg, vereinzelt Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen, Schweiz, Elsass, Norditalien, Osteuropa).
  • Die komplette Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis schützt für die Dauer von mindestens 3-5 Jahren.

Epidemiologie

Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis

Bearbeitungsstatus ?

Die Epidemiologie der Frühsommermeningoenzephalitis:

  • In Deutschland jährlich ca. 250 Erkrankungen.
  • Durchseuchung: 1,5%, in Endemiegebieten bis 8%, in Hochrisikogebieten sind bis zu 10%.
  • Männer sind etwa doppelt so häufig von der Frühsommermeningoenzephalitis betroffen;
  • Endemiegebiete: v.a. in Mitteleuropa: Deutschland (v.a. Baden-Württemberg, Bayern), Österreich, Tschechische Republik, Polen, Ungarn, Russland, Estland, Lettland, Litauen, Südnorwegen, Südschweden;
  • Ausbreitungszeit der Frühsommermeningoenzephalitis: März-November, v.a. Juli und August

Differentialdiagnosen

Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis

Bearbeitungsstatus ?

Keine Differentialdiagnosen bekannt


Anamnese

Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis

Bearbeitungsstatus ?

Bei der Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Impfstatus?
  • Ist der Patient gesund? Vorerkrankungen?
  • wohnen/arbeiten/reisen in die Risikogebiete

Diagnostik

Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis

Bearbeitungsstatus ?

Zur diagnostischen Abklärung der Impfung gegen FSME sind relevant:

  • Bestimmung des Impftiters mittels ELISA

Klinik

Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis

Bearbeitungsstatus ?

Die klinische Symptomatik die nach einer Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis auftreten kann ist unter Komplikationen zu finden.


Therapie

Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis

Bearbeitungsstatus ?

Die Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis wird nach folgendem Schema durchgeführt:

  • Die Grundimmunisierung umfasst 3 Teilimmunisierungen: Nach der ersten Impfung wird 4 Wochen darauf erneut geimpft, die dritte Impfung erfolgt 9-12 Monate nach der zweiten Impfung
  • Impfschutz besteht ab etwa 14 Tage nach 2. Impfung
  • die erste Auffrischimpfung erfolgt nach 3-5 Jahren
  • Schnellimmunisierung nach dem Schema 0 - 7 - 21 Tage (Encepur) bzw. 0 - 14 Tage (FSME-Immun) verkürzt die Dauer bis zum Erreichen eines Impfschutzes gegenüber dem konventionellen Impfschema um etwa 1-2 Wochen.(1) Impfschutz besteht nach der 3. Impfung, hält allerdings nur 12 - 18 Monate

In Deutschland zugelassene Präparate:(1)

  • Encepur Kinder (ab vollendetem 1. bis zum 12. Lebensjahr)
  • Encepur Erwachsene (ab vollendetem 12. Lebensjahr)
  • FSME-Immun Junior (ab vollendetem 1. bis zum vollendeten 16. Lebensjahr)
  • FSME-Immun Erwachsene (ab vollendetem 16. Lebensjahr)

Komplikationen

Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis

Bearbeitungsstatus ?

Die Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis kann ein oder mehrere der folgenden Nebenwirkungen zeigen:

  • Impfreaktionen an Injektionsstelle
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Fieber
  • bis zu 15% Fieberreaktionen bei Kindern von 1 - 2 Jahren, deshalb besondere Indikationsstellung (STIKO)

Zusatzhinweise

Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis

Bearbeitungsstatus ?

Für die Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Bei Kindern im Vorschulalter sollte wegen der milde verlaufenden Frühsommer-Meningoenzephalitis und den sehr erhöhten Impfnebenwirkungsraten in diesem Alter die Impfung zurückhaltender erfolgen.
  • Impfempfehlungen der STIKO: es besteht eine Indikation zur aktiven Impfung für alle Personen, die sich in der Zeckensaison vom April bis November in den Risikogebieten aufhalten.

Literaturquellen

Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis

Bearbeitungsstatus ?
  1. (2008) AWMF - Leitlinie - Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
  2. (2009) Groß U - Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie - Thieme
  3. (2010) RKI - Impfungen A - Z - Empfehlungen der STIKO
  4. (2006) Weylandt K, Klinggräff P - DD Innere Kurzlehrbuch der Inneren Medizin und differentialdiagnostisches Kompendium - Lehmanns Media
  5. (2009) Thieme Verlag - Innere Medizin - Duale Reihe - Thieme
  6. (2009) Herold G - Innere Medizin 2010 - Herold, Köln
  7. (2008) Renz-Polster H, Krautzig S - Basislehrbuch Innere Medizin - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  8. (2007) Piper W - Innere Medizin - Springer

Die Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Der Inhalt von med2click kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen