Hyperthyreosen
Synonyme: Schilddrüsenüberfunktion, Hyperthyreoidie, Hyperthyreoidismus
Definition
Hyperthyreosen
Die Hyperthyreose ist die Überfunktion der Schilddrüse, wobei die Schilddrüsenhormone gesteigert sezerniert werden.
Häufigste Form der Schilddrüsenüberfunktion im Kindesalter stellt der Morbus Basedow dar.
Hyperthyreosen
Ätiologie
Hyperthyreosen
mögliche Ursachen der Hyperthyreose:
- Immunthyroitiden
- Entzündungen der Schilddrüse
- Autonomie
- Neoplasien
- paraneoplastisches Syndrom
- Jod
- Autoimmunerkrankung ,genetische Disposition (HLA-B8 ,-DR3 pos.)
- ev. auslösendes Agens maternale Infektion?
Erklärungsansätze zur Entstehung:
- Jodmangel assoziierter hoher TSH-Spiegel führt zu Mutationen im TSH Rezeptor, sodass dieser konstitutiv aktiv ist.
- Hoher Somatotropinspiegel (STH) kann ebenfalls zur Autonomie führen. (z.B. auch bei Akromegalie)
- Vermutlich auch Induktion der Autonomie durch lange Thyreoglobulinantikörper (TSI)-Expostition.
- Auslöser für Umwandlung in eine Hyperthyreose kann massive Jodexposition sein (iatrogen z.B. durch Kontrastmittel, Ernährung
Hyperthyreosen Epidemiologie zu:
Hyperthyreosen
Epidemiologie
Hyperthyreosen
Es liegen derzeit keine Daten zur Epidemiologie der Hyperthyreose bei Kindern vor.
Hyperthyreosen Differentialdiagnosen zu:
Hyperthyreosen
Differentialdiagnosen
Hyperthyreosen
Hyperthyreosen Anamnese zu:
Hyperthyreosen
Anamnese
Hyperthyreosen
Von Bedeutung bei der Hyperthyreose sind:
- Sichtbare oder tastbare Vergrößerung der Schilddrüse erkennbar?
- Patient verspürt Druckgefühl am Hals?
- Patient hat Probleme beim Schlucken?
- Gestaute Halsvenen?
- Nervosität, Schlafstörungen?
- Hohe Blutdruckamplitude?
- Haarausfall?
- Durst? Vermehrter Appetit?
- Herzstolpern?
- Herzrasen?
- feinschlägiger Tremor (Hände)?
- Vermehrtes Schwitzen?
- Gewichtsabnahme?
- Augenveränderungen?
- Verhaltensauffälligkeiten, Wutausbrüche?
- Medikamenteneinnahme im Vorfeld?
- Vorerkrankungen bekannt?
Hyperthyreosen Diagnostik zu:
Hyperthyreosen
Diagnostik
Hyperthyreosen
Zur diagnostischen Abklärung der Hyperthyreose durch Schilddrüsenautonomie sind relevant:
- Anamnese ( Medikamente ? RÖ-Kontrastmittel ? )
- Labor : TSH erniedrigt , fT3 erhöht , fT4 erhöht, Nachweis von TRAK
- Sonographie der SD : diffuse Echoarmut , Hypervaskularisation, autonomes Schilddrüsenadenom als "warmer Knoten" erkennbar.
- Szintigraphie
Hyperthyreosen Klinik zu:
Hyperthyreosen
Klinik
Hyperthyreosen
- Struma
- Exophthalmus
- Glanzauge
- Tachykardie
- Hypertonus
- Unruhe
- Feinschlägiger Tremor
- Affektlabilität
- warm-feuchte Haut
- Hyperhidrose
- Schweißausbrüche
- Durchfall
- Gewichtsabnahme
- Heißhunger
- Haarausfall
- Muskelschwäche
Hyperthyreosen Therapie zu:
Hyperthyreosen
Therapie
Hyperthyreosen
- Blockade der SD-Funktion mit Thyreostatika ( z.B. Methylmercaptoimidazol = Favistan )
- operative Entfernung der SD
- Radiojodtherapie
Hyperthyreosen Komplikationen zu:
Hyperthyreosen
Komplikationen
Hyperthyreosen
- Thyreotoxische Krise ( Stadien 1-3 nach Hermann )
- Nach erfolgter Therapie der Hyperthyreose durch Schilddrüsenautonomie sind Späthypothyreosen möglich.
Hyperthyreosen Zusatzhinweise zu:
Hyperthyreosen
Zusatzhinweise
Hyperthyreosen
- Prognose der Hyperthyreose durch Schilddrüsenautonomie nach adäquater Therapie günstig. Strumaprophylaxe empfohlen.
- Ähnliche hypermetabolische Symptome treten physiologischerweise während der Schwangerschaft auf wie z.B. Hitzeunverträglichkeit, Nervosität, Tachykardie
Hyperthyreosen Literaturquellen zu:
Hyperthyreosen
Literaturquellen
Hyperthyreosen
- von Harnack , Koletzko -Kinderheilkunde-Springer Verlag
- (2006) Weylandt K, Klinggräff P - DD Innere Kurzlehrbuch der Inneren Medizin und differentialdiagnostisches Kompendium - Lehmanns Media
- (2009) Thieme Verlag - Innere Medizin - Duale Reihe - Thieme
- (2009) Herold G - Innere Medizin 2010 - Herold, Köln
- (2008) Renz-Polster H, Krautzig S - Basislehrbuch Innere Medizin - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
- (2007) Piper W - Innere Medizin - Springer
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