Hyperprolaktinämie

Definition

Hyperprolaktinämie

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Unter der Hyperprolaktinämie versteht man die pathologische Erhöhung der Serumkonzentration von Prolaktin.


Ätiologie

Hyperprolaktinämie

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Ursachen einer Hyperprolaktinämie sind:

Physiologisch:

  1. Schwangerschaft
  2. Stillen, Manipulation an den Brüsten
  3. Stress
  4. körperliche Arbeit
  5. Schlaf auf dem bauch liegend

Pathologisch:

  1. Prolaktinom
  2. Para- oder supraselläre Tumoren
  3. Syndrom der leeren Sella
  4. Schwere prmäre Hypothyreose
  5. Chronische Niereninsuffizienz

Pharmakologische Ursachen:

  1. Östrogene
  2. Neuroleptika, trizyklische Antidepressiva, Opiate
  3. Reserpin, alpha-Methylodopa
  4. Dopaminantagonisten
  5. Cimetidin, Antihistaminika

Epidemiologie

Hyperprolaktinämie

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  • Etwa 20% sekundärer Amenorrhöen durch Hyperprolaktinämie
  • Prolaktinom häufigster endokrin aktiver Hypophysentumor (40%)

Differentialdiagnosen

Hyperprolaktinämie

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Keine Differentialdiagnosen bekannt


Anamnese

Hyperprolaktinämie

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Bei der Hyperprolaktinämie sind folgende Informationen von Bedeutung:
  • Stress?
  • körperliche Arbeit?
  • Mammapalpation?
  • Schlaf auf dem bauch liegend?
  • Menstruationsstörungen?
  • Sterilität?
  • Medikamentenanamnese

Diagnostik

Hyperprolaktinämie

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Die Diagnostik der Hyperprolaktinämie umfasst:
  • Nachweis der erhöhten Prolaktinserumkonzentration
  • Labor: LH, FSH, fT3, fT4, basales TSH
  • Sella-Röntgen-SChichtaufnahme
  • cCT
  • Gesichtsfelduntersuchung
  • evtl. MRT

Klinik

Hyperprolaktinämie

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Symptome einer Hyperprolaktinämie sind:
  • Corpus-luteum-Insuffizienz
  • Anovulation
  • sekundäre Oligo-, Ameno-, Polymenorrhoe
  • Sterilität
  • Galaktorrhoe
  • Gesichtsfeldausfälle

Therapie

Hyperprolaktinämie

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Die Therapie der Hyperprolaktinämie ist abhängig je nach Ursache.


Komplikationen

Hyperprolaktinämie

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Zur Zeit sind keine Komplikationen zur Hyperprolaktinämie bekannt.


Zusatzhinweise

Hyperprolaktinämie

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Hyperprolaktinämie führt zu:

  • erniedrigten FSH und LH Werten
  • Stimulation der Milchdrüsen
  • Reaktionsfähigkeit des Ovars auf FSH und LH lässt nach

Literaturquellen

Hyperprolaktinämie

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  • K. Goerke, J. Steller, A. Valet (2008)- Klinikleitfaden Gynäkologie Geburtshilfe- Elsevier Urban&Fischer, München, Jena
  • Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch (259. Auflage)- de Gruyter, Berlin, New York
  • Gerd Herold (2005)- Innere Medizin- Verlag Arzt+Information, Köln
  • (2009) Gruber S - BASICS Gynäkologie und Geburtshilfe - Urban & Fischer Verlag, Elsevier GmbH
  • (2009) Straus A, Janni W, Maass N - Klinikmanual Gynäkologie und Geburtshilfe - Springer Medizin Verlag
  • (2009) Probst T - Checklisten Gynäkologie und Geburtshilfe - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2008) Goerke K, Steller J, Valet A - Klinikleitfaden Gynäkologie / Geburtshilfe - Urban und Fischer Verlag, Elsevier
  • (2008) Bühling K J, Friedmann - Intensivkurs Gynäkologie - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2007) Stauber M, Weyerstahl T - Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme
  • (2007) Breckwoldt M, Kaufmann M, Pfleiderer A - Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme
  • (2006) Kiechle M - Gynäkologie und Geburtshilfe - Urban & Fischer Verlag
  • (2006) Diedrich K - Gynäkologie und Geburtshilfe - Springer, Berlin
  • (2005) Kirschbaum, Münstedt - Checkliste Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme Verlag

Assoziierte Krankheitsbilder zu Hyperprolaktinämie

Am häufigsten aufgerufene Krankheitsbilder in Gynäkologie und Geburtshilfe

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