Hyperhydratation

Definition

Hyperhydratation

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Die drei Formen der Hyperhydration:

abhängig von der Serum- Natrium- Konzentration

  • isotone Hyperhydratation: normal
  • hypotone Hyperhydratation: erniedrigt
  • hypertone Hyperhydratation: erhöht

Ätiologie

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Ursachen der Hyperhydration sind:

  • Niereninsuffizienz
  • Herzinsuffizienz
  • Hypoproteinämie: Eiweißverlust durch nephrotsiches Syndrom, exsudative Enteropathie; verminderte Zufuhr: Hungerödem; verminderte Albuminsynthese: Leberzirrhose
  • Regulationsstörungen: sekundärer Hyperaldosteronismus, Therapie mit Gluko-oder Mineralkortikoiden, Syndrom der inadäquaten ADH- Sekretion = Schwartz-Bartter- Syndrom

Epidemiologie

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Zur Epidemiologie der Hyperhydration sind derzeit keine Daten verfügbar.


Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Bei der Hyperhydration sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Gewicht?
  • Kopfschmerzen?
  • Ödeme?
  • Dyspnoe?
  • Oligourie?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung der Hyperhydration sind relevant:

  • Klinik + Anamnese

Labor:

hypertone H.: spezifisches Uringewicht ↑, Serum- Na

isotone H.: spezifisches Uringewicht ↓, Serum- Na normal

hypotone H.: spezif. Uringewicht ↓, Serum- Na↓

Hk, Hb, Serumeiweiß


Klinik

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Die Hyperhydration kann ein oder mehrere der folgenden Symptome zeigen:

  • Gewichtszunahme
  • Symptome der Hypervolämie: Ödeme, Luftnot, fluid lung, Lungenödem
  • evtl. Pleuraergüsse, Aszites
  • bei hypotoner bzw. hypertoner H.: Kopfschmerzen, evtl. Krämpfe, Koma, Blutdruck erniedrigt bzw. erhöht

Therapie

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei Hyperhydration umfassen:

kausal: z.B. Behandlung Herzinsuffizienz, Niereninsuffizienz

symptomatisch:

  • Bilanzierung der Ein- und Ausfuhr, Wiegen, Elektrolytkontrolle

Diuretika:

  • bei nicht- bedrohlicher Überwässerung ohne Zeichen der Hypervolämie im Lungenkreislauf: langsame Entwässerung z.B kaliumsprarendes Diuretikum+ Thiazid: Amilorid+ Hydrochlorothiazid 1x 2,5-5 +12,5-25mg
  • bei bedrohlicher Überwässerung mit Zeichen der Hypervolämie im Lungenkreislauf: rasch wirksames Schleifendiuretikum z.B. Furosemid 20-40mg i.v.

Komplikationen

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Bei der Hyperhydration kommen folgende Komplikationen vor:

  • Hirnödem
  • Flüssigkeitsentzug im Gehirn

Zusatzhinweise

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Zur Hyperhydration liegen derzeit keine weiteren Zusatzhinweise vor.


Literaturquellen

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  1. Gerd Herold- Innere Medizin 2008- Herold
  2. Andreas Ruß- Arzneimittelpocket 2009- Börm Bruckmeier Verlag
  • (2006) Weylandt K, Klinggräff P - DD Innere Kurzlehrbuch der Inneren Medizin und differentialdiagnostisches Kompendium - Lehmanns Media
  • (2009) Thieme Verlag - Innere Medizin - Duale Reihe - Thieme
  • (2009) Herold G - Innere Medizin 2010 - Herold, Köln
  • (2008) Renz-Polster H, Krautzig S - Basislehrbuch Innere Medizin - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2007) Piper W - Innere Medizin - Springer

Assoziierte Krankheitsbilder zu Hyperhydratation

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