Hepatitis-D-Virus

Definition

Hepatitis-D-Virus

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Leberentzündung verursacht durch Hepatitis D-Virus (HDV)


Ätiologie

Hepatitis-D-Virus

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Vorraussetzung der Übertragung des Hepatitis D-Virus ist Vorhandensein des Hepatits B-Virus (Koinfektion, Superinfektion)

  • HDV = RNS-Virus
  • benötigt für Replikation HBsAG
  • 3 Genotypen: I: westliche Welt, Libanon, II Ostasien, III Südamerika

Infektion erfolgt :

  • Parenteral ( wie(HBV)
  • sexuell
  • perintal

Inkubationszeit: 3-7 Wochen


Epidemiologie

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5% der HB-Virusträger sind infiziert mit HDV


Differentialdiagnosen

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Anamnese

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  • Mutter infiziiert? (perinatale Übertragung)
  • Reiseanamnese !
  • bekannte HBV-Infektion?
  • Nadelstichverletzung?
  • ungeschützter Geschlechtsverkehr?

Diagnostik

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  • Anamnese
  • Klinik
  • Nachweis von Anti-HDV-IgM, Anti-HDV-IgG
  • HDV-RNA posititv
  • Anti-HBc-IGM positiv
  • Anstieg der Transaminasen  GPT, GOT(2 Gipfel bei Simultaninfektin mit HBV)
  • Bilirubin i.S. erhöht bei ikterischen Verlauf
  • evtl yGT+alkalische Phosphatase erhöht
  • bei fulminanter Hepatits: Syntheseleistung der Leber vermindert: Quick , Albumin i.S., Cholinesterase↓

Klinik

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  • Prodromalstadium: Müdigkeit, grippale Symptome, evtl gastrointestinale Beschwerden
  • hepatische Organmanifestation: ikterischer Verlauf (<10% bei Kindern):
  1. Juckreiz,
  2. Dunkelfärbung des Urins, Hellfärbung des Stuhls
  3. Ikterus (erst Skleren, dann Haut)
  4. Lebervergrößerung+Druckempfindlichkeit
  5. evtl Lymphknotenschwellung + Milzvergrößerung

Therapie

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  • Therapie zuerst Symptomatisch
  • bei Chronifizierung: interferon α2b 5MU /m²KO 3 x wöchentlich für bis zu 6 Monaten

Komplikationen

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Vor allem bei SUPERINFEKTION mit HDV kommt es zu:

  • fulminante Hepatitis  > 2% bei HDV

Trias: Ikterus, Gerinungsstörung, Bewusstseinsstörung

Bei KOINFEKTION mit HDV schwerere Verläufe der akuten Hepatits aber 95% Heilung


Zusatzhinweise

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Indirekt Impfschutz möglich durch aktive Impfung gegen HB

(ohne HB kein HD)


Literaturquellen

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  1. G. Herold, Innere Medizin 2009
  2. E. Mayatepek (2007) - Pädiatrie- Urban+Fischer
  3. Kerbl, Kurz, Roos, Wessel ((2007)- Checkliste Pädiatrie- Thieme

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