Hallux rigidus

Definition

Hallux rigidus

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Als Hallux rigidus bezeichnet man eine (Teil)versteifung des Großzehengrundgelenks mit begleitender Beugekontraktur infolge einer Arthrose.


Ätiologie

Hallux rigidus

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Als Ursachen eines Hallux rigidus sind möglich:

  • Überlastung (Sport)
  • Entzündung (Gicht, Psoriasis)
  • (Mikro)Traumata
  • Knochennekrose (aseptisch)
  • endogene Disposition
  • ggf. Begleiterscheinung bei Spreizfuß

Epidemiologie

Hallux rigidus

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Männer sind etwas häufiger von einem Hallux rigidus betroffen als Frauen.


Differentialdiagnosen

Hallux rigidus

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Anamnese

Hallux rigidus

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Zu erhebende anamnestische Informationen des Hallux rigidus sind:

  • Anfallsartige vs chronische Beschwerden (Gicht vs Hallux rigidus)
  • zurückliegende Traumata
  • Sport?
  • entzündliche Begleiterkrankungen?

Diagnostik

Hallux rigidus

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Zur diagnostischen Abklärung des Hallux rigidus sind relevant:

  • Inspektion: Deformierung des Gelenks
  • eingeschränkte/schmerzhafte Beweglichkeit
  • tastbare Osteophyten
  • Druckschmerz im Gelenkbereich
  • Röntgenaufnahme mit typischen Arthrosezeichen

Klinik

Hallux rigidus

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Als Symptome eines Hallux rigidus zeigen sich:

  • Dorsalextension im Großzehengrundgelenk aufgehoben od schmerzhaft eingeschränkt
  • Patient beim Gehen eingeschränkt wg mangelnder Abrollbewegung des Fußes
  • Zehenspitzenstand/-gang schmerzhaft bis nicht möglich
  • ggf. tastbare Randwülste


Stadieneinteilung:

  • frühes: leichte Beschwerden bei Dorsalextension, keine bis geringe Bewegungseinschränkung, röntgenologisch keine Arthrose
  • mittleres:  eingeschränkte Dorsalextension, ggf. tastbare Osteophyten, radiologisch Arthrosezeichen erkennbar
  • spätes: Gelenksteife od starke Bewegungseinschränkung, dorsal Osteophyt tastbar, Gelenkspalt verschmälert od aufgehoben im Röntgenbild

Therapie

Hallux rigidus

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Die Therapie eines Hallux rigidus ist:

konservativ bei frühem Stadium:

  • Krankengymnastik, Kryotherapie, Reizstrom, Iontophorese
  • Nachtschiene
  • Halluxfeder (Einlage zur Vermeidung der Extension des Großzehengrundgelenks)
  • Abrollhilfen
  • nichtsteroidale Antiphlogistika
  • ggf. Lokalanästhetika/Steroide intraartikulär

operativ bei späterem Stadium:

  • Resektions-Interpositions-Arthroplastik nach Brandes
  • gelenkerhaltende OP: Cheilektomie, dorsal extendierende Osteotomie
  • Arthrodese

Komplikationen

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Es liegen zur Zeit keine Informationen über Kompliaktionen des Hallux rigidus vor.


Zusatzhinweise

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Es liegen zur Zeit keine zusätzlichen Hinweise zu einem Hallux rigidus vor.


Literaturquellen

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Pschyrembel Klinisches Wörterbuch (2004) 260. Auflage- de Gruyter, Berlin, New York

Niethard F, Pfeil J (2005) - Duale Reihe Orthopädie, 5. Auflage - Thieme, Stuttgart

Imhoff AB, Baumgartner R, Linke RD (2006) - Checkliste Orthopädie, Thieme, Stuttgart

Berchtold (2008) - Chirurgie, 6. Auflage - Elsevier, München

  • (2009) Niethard F, Pfeil J - Orthopädie und Unfallchirurgie - Thieme
  • (2010) Wülker Nikolaus - Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie - Thieme
  • (2005) Rössler H, Rüther Wolfgang - Orthopädie und Unfallchirurgie - Urban & Fischer, Elsevier
  • (1998) Krämer J, Grifka J, Hedtmann A, Krämer R - Orthopädie - Springer
  • (1996) Zippel H - Orthopädie systematisch - Uni Med. Verlag AG
  • (1989) Weber U., Zilch H - Orthopädie mit Repetitorium - Gruyter

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