Gingivostomatitis herpetica

Synonyme: Mundfäule, Stomatitis aphthosa

Definition

Gingivostomatitis herpetica

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Bei der Gingivostomatitis herpetica handelt es sich um die durch Herpes simplex Typ 1 (HSV-1) ausgelöste Erkrankung der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches.


Ätiologie

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Zu den Ursachen der Gingivostomatitis herpetica:

  • Die Infektion erfolgt durch HSV-1. 
  • Die Ansteckung erfolgt meist über den Speichel infizierter Personen durch die gemeinsame Benutzung von Besteck u. ä. oder durch körperlichen Kontakt

Epidemiologie

Gingivostomatitis herpetica

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Zur Epidemiologie der Gingivostomatitis herpetica:

  • Die Gingivostomatitis herpetica tritt meist bei Kindern zwischen dem 1.-7. Lebensjahr als Erstinfektion mit dem Virus Herpes simplex Typ I auf

Differentialdiagnosen

Gingivostomatitis herpetica

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Anamnese

Gingivostomatitis herpetica

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Bei der Gingivostomatitis herpetica sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Bläschenbildung intraoral und/oder an Lippen?
  • gerötete, geschwollene und/oder blutige Gingiva?
  • fötiger Mundgeruch?
  • Fieber?
  • Schluckbeschwerden?
  • Nahrungsaufnahme möglich?
  • Fieber?
  • Mundschleimhautveränderung?
  • Erbrechen?
  • übermäßiger Speichelfluss?

Diagnostik

Gingivostomatitis herpetica

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Zur diagnostischen Abklärung der Gingivostomatitis herpetica sind relevant:

  • orale Inspektion, Blickdiagnose
  • Labordiagnostik (Virusnachweis)

Klinik

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Die Gingivostomatitis herpetica kann ein oder mehrere der folgenden Symptome zeigen:

  • Auftreten meist bei Kindern zw. 10 Monaten und 3 Jahren
  • Inkubationszeit von 2-7 Tagen
  • rasche Entwicklung
  • Fieber
  • Schluckbeschwerden
  • Bläschenbildung
  • linsengroße, blutige Effloreszenzen
  • fötiger Mundgeruch
  • schmerzhaft vergrößerte Submandibularlymphknoten
  • Herpangina möglich

Therapie

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei Gingivostomatitis herpetica umfassen folgendes:

  • Mundspülung mit Chlorhexidin und Kamillentee
  • Milde Verlaufsform: keine innerlich Therapie
  • Mittelschwerer Verlauf: Aciclovir 200 mg peroral 5 x tgl. (5-10 Tage)
  • Schwerer Verlauf: 5 mg/kg i.v. alle 8h (7-14 Tage)

Komplikationen

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Bei der Gingivostomatitis herpetica kommen folgende Komplikationen vor:

  • Lymphknotenabszess
  • Meningoenzephalitis herpetica
  • Herpessepsis

Zusatzhinweise

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Wegen der hohe Ansteckungsgefahr sollten erkrankte Kinder während des Krankheitsverlaufes der Schule/Kindergarten fernbleiben.

Eine besonders schwere Verlaufsform der Gingivostomatitis herpetica ist Aphtoid Pospischill Feyrter:

  • bei abwehrgeschwächten Kindern
  • gleichzeitige Erkrankung von Haut, Mundschleimhaut und Genitalregion
  • Charakteristisch ist das randwärts schreitende Wachstum der Effloreszenzen

Literaturquellen

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  6. (2007) Altmeyer P - Dermatologische Differenzialdiagnose, Der Weg zur klinischen Diagnose - Springer
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