Funktionelle, traumatische Rückenmarkschädigung

Definition

Funktionelle, traumatische Rückenmarkschädigung

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Die funktionelle, traumatische Rückenmarksschädigung ist eine reversible Funktionsstörung in den Bahnen
bzw. Kerngebieten des Rückenmarks durch kolloidchemische Veränderungen oder durch flüchtige, lokale Zirkulationsstörungen (Ischämie, Ödem).


Ätiologie

Funktionelle, traumatische Rückenmarkschädigung

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Die Ursachen der funktionellen, traumatischen Rückenmarksschädigung sind:

  • genaue Ätiologie unbekannt
  • funktionelles Syndrom nach Wirbelsäulentraumata verschiedener Art
  • Diagnosestellung meist erst im Verlauf möglich
  • Ausschlußdiagnose!

Epidemiologie

Funktionelle, traumatische Rückenmarkschädigung

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Genaue epidemiologische Angaben zur funktionellen, traumatischen Rückenmarksschädigung liegen nicht vor.


Differentialdiagnosen

Funktionelle, traumatische Rückenmarkschädigung

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Anamnese

Funktionelle, traumatische Rückenmarkschädigung

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Bei der funktionellen, traumatischen Rückenmarksschädigung sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Art des vorangegangenen Traumas?
  • Schmerzen an Rumpf, Extremitäten?
  • Blasen-/Mastadarmstörungen/Potenzprobleme?
  • Missempfindungen/Gefühllösigkeit?
  • Verteilungsmuster der Ausfälle (ein-/beidseitig, fluktuierend)?
  • Gangstörungen?
  • weitere neurologische Symptome?
  • bekannte Vorerkrankungen?

Diagnostik

Funktionelle, traumatische Rückenmarkschädigung

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Zur diagnostischen Abklärung der funktionellen, traumatischen Rückenmarksschädigung sind relevant:

  • neurologische Untersuchung: Gang-/Standversuche (Unterberger-Tretvesuch/Romberg-Stehversuch); Kraftprüfung, Reflexe, Sensibilitätstestung (Reithosenanästhesie, sensibles Niveau?), evtl. Analreflex
  • bildegebende Verfahren; kein pathologischer Befund in Rö-WS oder spinalem MRT
  • Elektrophysiologie: EMG, NLG, SSEP unauffällig
  • Schweißsekretionstest: zur Differenzierung zwischen peripherer Nerven- und proximaler Wurzel-/RM-Läsion, unauffällig bei funktioneller Schädigung
  • Labor: Blutbild, Nierenretentionswerte, Leberfunktionswerte, Vitamin B12 bei V.a. funikuläre Myelose

keine objektivierbaren Pathologien diagnostizierbar


Klinik

Funktionelle, traumatische Rückenmarkschädigung

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Die funktionelle, traumatische Rückenmarksschädigung kann eine oder mehrere der folgenden Symptome zeigen:

  • Gefühlsstörungen in den Extremitäten
  • Reflexdifferenzen ohne Lähmungen
  • Blasen-/Mastdarmstörungen

NB:

  • vollständige Rückbildung der Symptome nach Minuten bis Stunden
  • keine andauernde Funktionsstörung

Therapie

Funktionelle, traumatische Rückenmarkschädigung

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei der funktionellen, traumatischen Rückenmarksschädigung umfassen folgendes:

  • eine spezielle Behandlung ist bei Ausschluß organischer Ursachen nicht erforderlich
  • Patienten aufklären und Ängste nehmen

Komplikationen

Funktionelle, traumatische Rückenmarkschädigung

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Bei der funktionellen, traumatischen Rückenmarksschädigung kommen folgende Komplikationen vor:

  • Übersehen einer organischen Ursache mit progredientem Querschnittssyndrom

Zusatzhinweise

Funktionelle, traumatische Rückenmarkschädigung

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Zur funktionellen, traumatischen Rückenmarksschädigung liegen derzeit keine weitere Zusatzhinweise vor.


Literaturquellen

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1. Poeck K, Hacke W (2006) – Neurologie, 12. aktualisierte und erweiterte Auflage – Springer Medizin Verlag, Heidelberg

  • (2007) Berlit P - Basiswissen Neurologie - Springer
  • (2007) Masuhr K.F.,Neumann M - Neurologie,6. Aufl. - Thieme Verlag, Duale Reihe
  • (2007) Buchner H - Neurologische Leitsymptome und diagnostische Entscheidungen - Thieme
  • (2007) Bitsch A - Neurologie "to go" - Wissenschaftliche Verlagsges
  • (2006) Poeck, Hacke, - Neurologie - Springer, Berlin
  • (2006) Mumenthaler M, Mattle H, - Kurzlehrbuch Neurologie - Thieme Verlag

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