Frakturen des Kiefergelenkfortsatzes

Definition

Frakturen des Kiefergelenkfortsatzes

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Geschlossene Fraktur am Kiefergelenkfortsatz, die sich entsprechend der Höhenlokalisation der Bruchlinie in die Kapitulumfraktur und Kollumfraktur einteilen lässt.


Ätiologie

Frakturen des Kiefergelenkfortsatzes

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  • Traumata
  • Gewalteinwirkung auf das Kinn oder den UK-Körper
  • häufig in Kombination mit anderen Unterkieferfrakturen
  • 25-30% aller UK-Frakturen

Epidemiologie

Frakturen des Kiefergelenkfortsatzes

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Differentialdiagnosen

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Keine Differentialdiagnosen bekannt


Anamnese

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  • W-Fragen (wann, wie, wo, wodurch)?
  • Funktionsstörungen?
  • Druckschmerz?
  • Sensibilitätsstörungen?
  • Blutung?
  • offener Biss?

Diagnostik

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  • OPT
  • Schädel p.-a. 15Grad nach Clementschitsch zur Abschätzung der Dislokation
  • CT axial und koronar
  • MRT bei Verdacht auf Diskusverlagerungen und -verletzungen

Klinik

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  • Schwellung, Druckschmerz über der Gelenkregion
  • Stauchungsschmerz bei Druck auf Kinn
  • Mundöffnung eingeschränkt
  • Funktionsstörungen bei Frakturen ohne Dislokation: Okklusionsstörung mit Seitenabweichung des Uks zur gesunden Seite und offenem Biss auf erkrankter Seite; schmerzhafte Einschränkung der Mundöffnung, keine Laterotrusion zur Frakturseite möglich, Gelenkkopf folgt Öffnungbewegung nicht (Palpation mit Fingerkuppe im Porus acusticus externus)
  • Funktionsstörungen bei Frakturen mit Dislokation: Okklusionsstörung des UKs zur kranken Seite und offener Biss auf gesunder Seite

Therapie

Frakturen des Kiefergelenkfortsatzes

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Konservatives Therapiekonzept:

  1. Starre maxillomandibuläre Ruhigstellung (Erwachsene 8-14Tage, Kinder 5-8Tage)
  2. Elastische MMF mit Gummizügen (8Tage) zur Führung
  3. evtl. Eingliederung eines Monoblocks
  4. Systematische Bewegungstherapie (gerade Mundöffnungsübungen, Latero- und Protrusionsbewegungen)

Chirurgische Therapie:

1. chirurgische Reposition

2. Fixierung mit ausreichend dimensionierter Platte (2 Miniplatten oder Zugschrauben-Osteosynthese)


Komplikationen

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  • Arthropathia deformans in Verbindung mit myofazialem Schmerzsyndrom
  • Okklusions-und Funktionsstörungen
  • unzureichende Remodellation
  • Ankylose

Zusatzhinweise

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DD: laterale Schädelbasisfraktur


Literaturquellen

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  1. Ernst A, Herzog M, Seidl R, Traumatologie des Kopf-Hals-Bereichs, 2004/Thieme
  2. Ott R, Vollmer HP, Krug W, Klinik-und Praxisführer Zahnmedizin, 2003/Thieme

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