Erythrozytenkonzentrate

Synonyme: EK

Definition

Erythrozytenkonzentrate

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Eryhtrozytenkonzentrate (EKs) zur Transfusion werden aus Vollblut hergestellt. Hier aufgeführte Inhalte:

Herstellung: -> Ätiologie

Haltbarkeit der EKs: -> Epidemiologie

Unterscheidung verschiedener Human-EKs: -> Klinik

Dosierung: -> Therapie



Ätiologie

Erythrozytenkonzentrate

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Die Herstellung von Eryhtrozytenkonzentrate:

Aus dem Vollblut einer Blutspende mittels Weiterverarbeitung oder Aphareseverfahren.

  • Entnahme des Vollbluts in einen Beutel, der einen Stabilisator enthält.
  • Stabilisatoren sind: z.B. CPD oder CPDA1 (=Citrat-Dextrose-Phosphat-Adenin -> Verhinderung der Gerinnung
  • Auftrennung des Vollbluts durch einfache physikalische Verfahren (Zentrifugation) im Beutelsystem
  • Nach Spende muss die Auftrennung des Vollbluts in seine Einzelbestandteile innerhalb von 24h geschehen
  • Aufschwemmung des Erythrozytenkonzentrats mit 80-100ml  einer Additivlösung für Membranstabilität und Erhaltung des Zellstoffwechsels der Erythrozyten
  • Additivlösungen in Deutschland enthalten vorzugsweise: Natriumchlorid, Glukose, Adenin, Mannitol

Epidemiologie

Erythrozytenkonzentrate

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Die Haltbarkeit der Eryhtrozytenkonzentrate:

  • Abhängig von verwendeten Additivlösung: 42-49 Tage
  • Lagerung in einem rüttelfreien Kühlschrank bei 4°C
  • Rüttelfreiheit, um Erythrozyten vor Schädigung durch Vibrationen zu schützen
  • Kryokonserviertes EK: 10 Jahre

Differentialdiagnosen

Erythrozytenkonzentrate

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Keine Differentialdiagnosen bekannt


Anamnese

Erythrozytenkonzentrate

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Zur Anamnese vor der Therapie mit Eryhtrozytenkonzentraten gibt es derzeit keine Informationen.


Diagnostik

Erythrozytenkonzentrate

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Zur Diagnostik vor der Therapie mit Eryhtrozytenkonzentraten gibt es derzeit keine weitere Informationen.


Klinik

Erythrozytenkonzentrate

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Die Unterscheidung verschiedener Human-Eryhtrozytenkonzentrate:

  • Leukozytendepletiertes EK: Buffycoat-freies EK, wird mit Leukozytenfilter filtriert und in Plasma aufgeschwemmt. Reduktion der Leukozyten um 98 bis 99,8 %.
  • Gewaschenes leukozytendepletiertes Erythrozyten-Konzentrat: Reinigung von Spenderplasma durch Nährlösung. Indiziert bei vorausgegangener Transfusionsunverträglichkeit
  • Kryokonserviertes EK: Bis zu 10 Jahre haltbar
  • Bestrahlte EK:Durch Bestrahlung Abtötung sämtlicher lebender DNA-haltiger Zellen (v.a. Leukozyten). Beim immungeschwächten Patienten zur Verhinderung einer Graft-versus-Host Reaktion

Therapie

Erythrozytenkonzentrate

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Die Dosierung von Eryhtrozytenkonzentrate:

  • Je nach angestrebtem HB-Wert
  • Nur soviel, wie unbedingt erforderlich
  • 1 Erythrozytenkonzentrat erhöht den Hb-Wert in etwa um  0,6 mmol/L bzw. 1,2 mg/dl und des Hämatokrits um 3-4%

Komplikationen

Erythrozytenkonzentrate

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Die möglichen Komplikationen nach der Therapie mit Eryhtrozytenkonzentrate:

  • Hämolytische Transfusionsreaktion: Senkung des Risikos durch leukozytendepletierte und gewaschene Konzentrate.
  • Ansteckung mit infektiösen Krankheiten: v.a. Hepatitis-Viren, andere selten.

Zusatzhinweise

Erythrozytenkonzentrate

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Die Besonderheiten der Eryhtrozytenkonzentrate:

1 Erythrozytenkonzentrat erhöht den Hb-Wert in etwa um  0,6 mmol/L bzw. 1,2 mg/dl und des Hämatokrits um 3-4%.


Literaturquellen

Erythrozytenkonzentrate

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Duale Reihe Innere Medizin (2009) - Thieme, Stuttgart

Dörner K. - Klinische Chemie und Hämatologie (2006) - Thieme, Stuttgart

  • (2009) Larsen R - Praxisbuch Anästhesie - Urban & Fischer, Elsevier
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  • (2007) Scholz L - BASICS Anästhesie und Intensivmedizin - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2006) Schulte am Esch J, Kochs E, Bause H - Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie - Thieme, Duale Reihe
  • (2004) Latasch, Knipfer - Anästhesie Intensivmedizin Intensivpflege - Urban & Fischer, Elsevier
  • (2003) Thiel R - Anästhesiologische Pharmakotherapie, Allgemeine und spezielle Pharmakologie in Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie - Thieme
  • (2003) Klöss T - Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie - Urban & Fischer
  • (2001) Krier, Kochs, Buzello, Adams - Anästhesiologie, ains Band 1 - Thieme, Stuttgart
  • (2000) Scherer R - Anästhesiologie - Ein handlungsorientiertes Lehrbuch - Thieme
  • (1999) Hempelmann, Adams, Sefrin - Notfallmedizin, ains Band 3 - Thieme, Stuttgart
  • (1996) Kretz F.J, Schäffer J, Eyrich K - Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie - Springer, Berlin

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