Erythema toxicum neonatorum

Synonyme: Erythema toxicum, Erythema neonatorum allergicum, Erythema papulatum, Urticaria neonatorum, toxisches Erythem des Neugeborenen

Definition

Erythema toxicum neonatorum

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Das Erythema toxicum neonatorum ist eine häufige, harmlose und spontan abklingende Hautreaktion bei Neugeborenen.


Ätiologie

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Zu den Ursachen des Erythema toxicum neonatorum:

  • unbekannt
  • diskutiert wird eine postpartale Umstellungsreaktion des Neugeborenen

Epidemiologie

Erythema toxicum neonatorum

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Zur Epidemiologie des Erythema toxicum neonatorum:

  • tritt bei Neugeborenen in den ersten Lebenstagen auf
  • Prävalenz bei Reifgeborenen: 30-60%
  • bei Frühgeborenen hingegen sehr selten

Differentialdiagnosen

Erythema toxicum neonatorum

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Anamnese

Erythema toxicum neonatorum

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Beim Erythema toxicum neonatorum sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Wann ist die Hauterkrankung erschienen? 
  • Lokalisation? Beschwerden? 
  • Verlauf? 
  • Erkrankungen bei Angehörigen?
  • Allergien?
  • Medikamenteneinnahme? 

Diagnostik

Erythema toxicum neonatorum

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Von diagnostischer Bedeutung sind beim Erythema toxicum neonatorum:

  • Anamnese
  • Klinisches Bild
  • Labor: periphere Eosinophilie in 20% der Fälle
  • Vesikelinhalt: steril
  • Bakteriologische Untersuchungen von Blasen- oder Pustelausstrichen (Ausschluss staphylogener Infektionen)
  • Hautbiopsie (nicht erforderlich): perivaskuläre Ansammlungen eosinophiler und vereinzelt neutrophiler Granulozyten in der oberen Dermis und im Bereich der Haarfollikel mit Ausdehnung auf die Epidermis; intradermal: subkorneale, follikulär gebundene Pustelbildung

Klinik

Erythema toxicum neonatorum

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Klinisch stellt sich das Erythema toxicum neonatorum wie folgt dar:

  • Lokalisation: generalisiert, sowohl Gesicht, Rumpf und Extremitäten; Aussparung der Palmae und Plantae
  • Klinischer Befund: kleine erythematöse Maculae, Papeln, Vesikeln und Pusteln
  • Allgemeinbefinden: nicht beeinträchtigt
  • Prognose: Spontanheilung meist innerhalb von 7-10 Tagen

Therapie

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Zur Therapie des Erythema toxicum neonatorum:

  • meist keine Therapie beim Erythema toxicum neonatorum nötig, selbstlimitierend
  • evtl. Austrockung mit Zinkschüttelmixturen

Komplikationen

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Komplikationen beim Erythema toxicum neonatorum sind nicht bekannt.


Zusatzhinweise

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weitere DD beim Erythema toxicum neonatorum:

  • transitorische neonatale pustulöse Melanose
  • Pyodermien

Literaturquellen

Erythema toxicum neonatorum

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  1. (2007) Peter H. Höger , Kinderdermatologie: Differenzialdiagnostik und Therapie bei Kindern und Jugendlichen, Schattauer Verlag, 2. Auflage
  2. (2005) Peter Altmeyer, Klaus Hoffmann - Basiswissen Dermatologie: Eine vorlesungsbegleitende Darstellung, W3l GmbH Verlag
  3. Helmut Kerl (2003) - Histopathologie der Haut,  Springer Verlag
  4. (2007) Petres, Rompel - Operative Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Springer
  5. (2009) Rassner G - Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  6. (2009) Fritsch P - Dermatologie und Venerologie für das Studium - Springer
  7. (2007) Altmeyer P - Dermatologische Differenzialdiagnose, Der Weg zur klinischen Diagnose - Springer
  8. (2005) Braun-Falco O, Plewig G, Wolff HH, Burgdorf WHC, Landthaler M - Dermatologie und Venerologie - Springer, Heidelberg
  9. (2003) Jung E, Moll I - Dermatologie - Thieme, Duale Reihe
  10. (2007) Mayatepek E. - Pädiatrie - Elsevier, Urban & Fischer Verlag
  11. Koletzko - Kinder- und Jugenmedizin - Springer Verlag

Assoziierte Krankheitsbilder zu Erythema toxicum neonatorum

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