Erkrankungen des Nervus hypoglossus

Synonyme: Hypoglossusparese, Glossospasmus, Dysglossie, Dysarthrie

Definition

Erkrankungen des Nervus hypoglossus

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Die häufigste Erkrankung des Nervus hypoglossus ist die Hypoglossusparese gefolgt von Hypoglossuskrämpfen (Glossospasmus).


Ätiologie

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Periphere Läsionen

  • direkte Traumatisierung: Schussverletzung, Schädelbasisfrakturen, Tumorresektionen an Zunge/Zungengrund
  • iatrogene Läsionen: Karotisoperationen (Thrombenarteriektomien), ausgedehnter Neck-Dissection, Operation lateraler Halszysten, Halslymphknotenexstirpationen, Tonsillektomien
  • Aneurysmen
  • Symptom toxisch ausgelöster Polyneuropathien (Alkohol, Blei, Arsen)

Zentrale Läsionen

  • Poliomyelitis
  • vaskuläre Störungen
  • Moebius-Syndrom
  • zerebrale Arterisklerose

Krämpfe (kommt nie isoliert vor!)

  • Epilepsie
  • Meningitis
  • Bulbärparalyse
  • Hysterie

Epidemiologie

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Differentialdiagnosen

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Keine Differentialdiagnosen bekannt


Anamnese

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  • Sensibilitätsstörungen?
  • Zungenbewegung?
  • Grunderkrankungen
  • vorherige Operationen?
  • Morbus Boeck?
  • Tuberkulose (basale Meningitis)?
  • Sprechen, Trinken, Kauen gestört?
  • Epileptiker?
  • Hysterische Anfälle?
  • Schmerzen?

Diagnostik

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  • Versuch, Zunge herauszustrecken: Zungenspitze wird vom intakten kontralateralen M. genioglossus zur gelähmten Seite hinüber geschoben
  • Zurückziehen der Zunge nach dorsal-> M. styloglossus und M. palatoglossus kontrahieren sich auf der gesunden Seite-> Zungengrund und Gaumenbogen scheinen nach dort abzuweichen
  • bildgebende Verfahren (CT/MRT)
  • Sensibilitätstest

Klinik

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einseitige periphere oder nukleäre Läsion

  • eingeschränkte/aufgehobene Zungenmotilität mit Tonusverlust und Atrophie der ipsilateralen Zungenmuskulatur (!!Volumenreduktion, ausgeprägte Fältelung der betroffenen Zungenhälfte)
  • Lateralbewegungen der Zunge eingeschränkt oder gar nicht möglich
  • Artikulationsstörungen (Zungenspitzenlaute)
  • Schluckfunktion intakt bei einseitiger Parese, aber nicht bei beidseitiger Parese!!
  • gestörte Kinästhesie durch mangelnden Kontakt zwischen Zungenoberfläche, Zähnen, Alveolarfortsatz und Gaumen

beidseitige periphere oder nukleäre Läsion

  • Sprechen, Trinken, Kauen, Schlucken sehr gestört
  • kloßige, verwaschene Aussprache
  • schlaffe Zunge

Zentrale Läsionen

  • spastische Zungenlähmung kontralateral zur Läsion
  • unilaterale zentrale Läsion: Hemiparese, Hemiplagie
  • doppelseitige zentrale Läsionen: Dysarthrien, Dysphagien

Krämpfe

  • Zunge zieht sich krampfhaft zusammen und wird tetanisch steif (geschieht gleich nach einem Anfall)
  • stammelnde Sprache

Therapie

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  • bei einseitiger Lähmung->keine Therapie erforderlich
  • bei beidseitiger Lähmung->Rekonstruktion durch Nerventransplantate

Komplikationen

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Zusatzhinweise

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Literaturquellen

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  1. N Schwenzer, Spezielle Chirurgie Band 2, 3-2002/Thieme
  2. Berlit P, Klinische Neurologie, Springer/2-2005

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