Epistaxis

Synonyme: Nasenbluten

Definition

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Bei der Epistaxis handelt es sich um einen spontanen Austritt von Blut aus einer oder beiden Nasenöfnungen.


Ätiologie

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Die Ursachen für eine Epistaxis sind:

  • Schleimhautverletzung
  • Heftiges Schnäuzen
  • Schlag auf die Nase
  • Allergie
  • Infekte wie Grippe und Erkältung (vermehrte Durchblutung der Nasenschleimhaut)
  • Trockene Nasenschleimhaut, bedingt durch trockenes Raumklima
  • Hypertonie
  • Medikamente - Cumarine (z.B. Phenprocoumon), Schmerzmittel (z.B. ASS)
  • Schleimhautreizende Chemikalien (z.B. Chlor)
  • Schädelbasisbruch
  • Morbus Osler
  • Wegener-Granulomatose,
  • Thrombozytopenie
  • hämorraghische Diathese
  • Endokrinologische Erkrankungen

Epidemiologie

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Derzeit liegen keine Angaben zur Epidemiologie der Epistaxis vor.


Differentialdiagnosen

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Keine Differentialdiagnosen bekannt


Anamnese

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Für die Anamnese bei der Epistaxis sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Seit wann Nasenbluten (um Blutverlust abzuschätzen zu können)? Wie oft?
  • Begleiterkrankungen abfragen
  • Medikamenteneinnahme (z.B. Blutverdünner wie Marcumar und Aspirin)
  • Allergien?

Diagnostik

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Bei der Epistaxis sind diagnostisch relevant:

  • Ispektion mit Nasenspekulum und Endoskop
  • Bei unklarer Blutungsquelle Schädel-CT, MRT
  • internistische Abklärung: Blutdruck, Gerinnungsfaktoren, Blutbild

Klinik

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Die klinische Symptomatik einer Epistaxis:

  • Nasenbluten
  • Blutschlucken

Therapie

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Mögliche Therapieformen der Epistaxis sind:

  • Allgemeine Maßnahmen:
  1. Oberkörper aufrecht
  2. Eiskrawatte
  3. Kompression der Nasenflügel (für 5 Min)
  4. i.v. Zugang bei starker Blutung
  • Blutdruckregulation (Antihypertensivum, Volumensubstitution
  • Bei lokalisierbarer Blutung: Elektrokoagulation oder Verätzung und anschließende beidseitige Nasentamponade
  • bei persistierender nicht stillbarer Blutung: operative Gefäßunterbindung (A. maxillaris interna, A. ethmoidalis anterior)

Komplikationen

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Mögliche Komplikationen der Epistaxis sind:

  • bei starkem Blutverlust: Hb-Abfall mit Hypovolämie
  • Übelkeit durch Blutschlucken

Zusatzhinweise

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Das Narkoseverfahren bei nicht beherrschbarem Nasenbluten (Epistaxis):

  • Problematik: Hypovolämie, voller Magen durch verschlucktes Blut
  • Maßnahmen: vor der Crusheinleitung können zur Kompression der Blutung Masingtuben in die Nase eingeführt und geblockt werden
  • bei akuter Blutung Narkoseeinleitung in Kopftieflagerung empfehlenswert
  • präoperativ - nach Zeichen der Hypovolämie suchen, besonders wenn das Nasenbluten seit längerer Zeit besteht

Literaturquellen

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  1. (2007) Boenninghaus H, Lenarz T - Hals-Nasen-Ohren Heilkinde - Springer Verlag
  2. (2003) Werner, Lippert - HNO-Heilkunde, Farbatlas zur Befunderhebung, Differenzialdiagnostik und Therapie - Schattauer
  3. (2001) Westhofen M - Hals-Nasen-Ohrenheilkunde systematisch - UNI-MED Verlag AG
  4. (2003) Thiel R - Anästhesiologische Pharmakotherapie, Allgemeine und spezielle Pharmakologie in Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie - Thieme
  5. (2003) Klöss T - Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie - Urban & Fischer
  6. (2001) Krier, Kochs, Buzello, Adams - Anästhesiologie, ains Band 1 - Thieme, Stuttgart

Assoziierte Krankheitsbilder zu Epistaxis

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