Epiretinale Gliose

Definition

Epiretinale Gliose

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  • Die epiretinale Gliose ist die Bildung einer prämakulären Membran aus Gliazellen der Netzhaut

Ätiologie

Epiretinale Gliose

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  • Die epiretinale Gliose tritt idiopathisch oder bei retinalen Gefäßverschlüssen, Contusio bulbi, Uveitis, hinterer Glaskörperabhebung und intraokularer Chirurgie auf.

Epidemiologie

Epiretinale Gliose

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  • Die epiretinale Gliose tritt meist bei Pat. > 50. Lebensjahr auf.

Differentialdiagnosen

Epiretinale Gliose

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Keine Differentialdiagnosen bekannt


Anamnese

Epiretinale Gliose

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Bei epiretinaler Gliose sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • ausgeprägtes Verzerrtsehen?
  • schelchteres Sehen?
  • Schmerzen?
  • seit wann?
  • Augenerkrankungen?

Diagnostik

Epiretinale Gliose

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Zur diagnostischen Abklärung der epiretinalen Gliose sind relevant:

  • Visus: Sehschärfe variabel herabgesetzt, kann normal sein
  • Fluoreszenzangiographie: Fluoreszin tritt bei Zug der Membran an den Gefäßen aus

Funduskopie:

  • Grad 0 = Cellphanartiger Lichtreflex der inneren Netzhautoberfläche im Makulabereich, Membran selbst durchscheinend, nicht sichtbar
  • Grad 1 = irregulärer Reflex, rediäre kleine Fältelungen der inneren Netzhautschichten, Windungen der darunter liegenden Gefäße, Gefäßveränderungen der angrenzenden Netzhautgefäße zur horizontalen Raphe
  • Grad 2 = graue Membran auf der inneren Netzhautoberfläche, ausgeprägte retinale Distorsion und Fältelung, zu 90% Abhebung der hinteren Glaskörpergrenzmembran
  • Amsler-Netz: evtl. verzerrte Linien
  • evtl. Histologie: fibrozelluläre Membran mit Makrophagen, Gliazellen, retinale Pigmentepithelzellen, Fibroblasten, kontraktile Elemente in den Zellen, Fibronektin in der Interzellulärmatrix

Klinik

Epiretinale Gliose

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Die epiretinale Gliose kann eine oder mehrere der folgenden Symptome zeigen:

  • Cellophan-Reflex in der Makula
  • radiäre Netzhautfalten
  • ausgeprägte Metamorphopsien (Verzerrtsehen)
  • langsam progrediente Visusabnahme
  • teilweise spontaner Stillstand der Erkrankung bei nur mäßig reduziertem Visus

Therapie

Epiretinale Gliose

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  • konservativ: keine Therapie der epiretinalen Gliose
  • chirurgisch: Entfernung der epiretinalen Gliose mittels Vitrektomie
  • Indikation: ausgeprägte Fältelung der Membrana limitans interna, Visus < 0,5; störende Metamorphopsien
  • Ergebnisse: Visus 0,2 - 0,6
  • Anmerkung: Photokoagulation kontrainduziert

Komplikationen

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Zu den Komplikationen der epiretinalen Gliose liegen derzeit keine Daten vor.


Zusatzhinweise

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Es liegen keine Zusatzhinweise zur epiretinalen Gliose vor.


Literaturquellen

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  1. A. Burk, R. Burk - Checkliste Augenheilkunde - Thieme Verla
  2. M. Sachsenweger - Augenheilkunde - Duale Reihe - Thieme Verlag

Am häufigsten aufgerufene Krankheitsbilder in Augenheilkunde

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